Rezension zu Elantris von Brandon Sanderson

Jedes Mal, wenn ich mir dieses Buch anschaue, dann lese ich auf dem Titel „Atlantis“ anstatt „Elantris“… Aber nein, hier geht es nicht um die sagenumwobene versunkene Stadt Atlantis, wobei ich doch sagen muss, dass es gewisse Ähnlichkeiten in den Geschichten von Atlantis und Elantris gibt. So ist auch Brandon Sandersons Werk „Elantris“ ein wahres Epos, voller alter Götter, Flüche und einer Gefährten auf Mission.

Ganz unaufdringlich schildert Sanderson dabei die von ihm erschaffene Welt bis ins kleinste Detail, sodass Elantris mit seiner gesamten Infrastruktur, etc. erstaunlich real wirkt. Dabei versteckt der Autor immer wieder mal kleine Details im Nebensatz, lässt sie so ganz beiläufig und ohne langatmige Beschreibungen einfließen, was das Buch sehr angenehm zu lesen macht.

Am meisten haben mich aber die Charaktere begeistert. Denn die sind rundum gelungen, wirken sehr überzeugen und realistisch und vor allem sind sie alle ganz unterschiedlich. Ich fand es wirklich faszinierend, wie es der Autor geschafft hat, jedem Charakter seine ganz eigene Stimme zu geben, die sich alle deutlich von einander abheben und den einzelnen Figuren sehr facettenreiche Persönlichkeiten verleiht.

Und, etwas, was mich besonders nach dem Fiasko von „Die Flammen der Dämmerung„, sehr begeistert hat: Der Autor schafft es, dass die Perspektive der weiblichen Figur(en) sich tatsächlich von denen der männlichen Unterscheidet, eine absolute Seltenheit, die die Charaktere für mich nur noch sympathischer gemacht haben.

Die Geschichte selbst lebt verständlicher Weise von eben diesen beiden Punkten: Der sehr greifbar wirkenden Welt sowie den starken Charakteren. Das macht das Buch trotz einiger weniger plottechnischer Hänger und Sprünge zu einer wirklich spannenden und faszinierenden Lektüre, die ich High-Fantasy-Fans nur empfehlen kann. Ein weiterer großer Pluspunkt: „Elantris“ ist kein Serienauftakt, sondern in sich abgeschlossen.

Fazit: Ein starker High-Fantasy-Roman, der zwar nicht rundum gelungen ist, aber trotzdem großen Spaß macht!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Elantris von Brandon Sanderson”

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