Rezension zu Diamantkrieger-Saga: Damirs Schwur von Bettina Belitz

Halleluja… Also wenn ich jetzt beim Schreiben der Rezension nochmal so darüber nachdenke, bin ich mir wirklich nicht mehr sicher, ob das Buch die drei Sterne wirklich verdient hat – eigentlich erscheinen mir zwei doch passender. Oder sogar nur einer? Denn je länger meine Lektüre von Bettina Belitz „Diamantkrieger-Saga: Damirs Schwur“ zurück liegt, desto offensichtlicher werden die Schwächen, die dieses Buch einfach auf allen Ebenen hat – meiner Meinung nach zumindest.

Das fängt schon mit Protagonistin Sara an, die einfach einen an der Klatsche hat. Klar, sie hat eine schwere Kindheit und so weiter und so fort, aber statt im Laufe der Geschichte irgendwie zugänglicher zu werden, wird sie immer unfreundlicher, immer paranoider und rundherum einfach unausstehlicher. Klar, Protagonisten müssen nicht immer nett und sympathisch sein, aber sie müssen glaubhaft sein und mit nachvollziehbaren Motiven daher kommen – und das ist bei Sara in meinen Augen nicht der Fall gewesen, die ist einfach unzurechnungsfähig.

Auch die Handlung war nicht wirklich überzeugender als die Protagonistin. Nach einem durch und durch vielversprechenden Anfang, der mich direkt in den Bann dieses Buchs ziehen konnte, wurde die Geschichte zunehmend undurchsichtiger und langatmiger. Ständig werden neue Fragen aufgeworfen, beantwortet wird aber nichts und auch nach mehr als der Hälfte des Buchs war überhaupt nicht klar, worauf die ganze Sache hinauslaufen soll.

Das größte Problem aber ergab sich wohl durch die Kombination dieser beiden Aspekte, denn Sara wirkt nach einer Weile nicht einfach nur unsympathisch sondern auch verdammt dumm, weil sie es nicht schafft Antworten auf all die offenen Fragen zu finden und stattdessen mit ihren Annahmen und Vermutungen grundsätzlich in die falsche Richtung zu gehen schien. Das macht zum einen die fehlenden Antworten nicht erträglicher und zum anderen ruft das auch keine großen Sympathien für Sara hervor.

Alles in allem hat mich „Die Diamantkrieger-Saga: Damirs Schwur“ von Bettina Belitz zwar beim Lesen durchaus unterhalten, zum Ende hin hat es mich allerdings zunehmend genervt und je mehr ich jetzt so darüber nachdenke, desto mehr Dinge fallen mir auf, die einfach alles andere als toll waren. Schade, aber ich denke, das wird wohl mein erstes und letztes Buch der Autorin gewesen sein – auch wenn der Schreibstil selbst eigentlich ziemlich gut war.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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