Rezension zu Das Lied des roten Todes von Bethany Griffin

Nach „Die Stadt des roten Todes“, dem ersten Teil dieses an Edgar Allan Poe’s „Masque of the Red Death“ angelehnten Zweiteilers, war leider doch irgendwie ziemlich enttäuschend.

So ist zwar der Schreibstil von Autorin Bethany Griffin nach wie vor großartig, hier schafft es die Autorin wirklich sehr gut sich an ihrer Inspiration Poe zu orientieren und die Atmosphäre seiner Werke aufzugreifen. Leider lässt aber sonst so ziemlich jeder Punkt an diesem Buch zu wünschen übrig.

So zieht sich zum einen die Erzählung wirklich ewig hin. Das Buch beginnt mit einer ziemlich detaillierten Nacherzählung des ersten Teils und ergeht sich dann in ewigen Betrachtungen der Gefühlswelt von Protagonistin Araby, etwas was das Vorankommen der Geschichte nicht gerade fördert – so hat man das Gefühl ständig auf der Stelle zu stehen und storytechnisch nicht weiter zu kommen.

Dazu kommt die Dreiecksgeschichte. Ich verabscheue Dreiecksgeschichten, besonders wenn es so absolut unnötige sind, die keinerlei echte Relevanz für die Geschichte haben und eigentlich nur für ein wenig zusätzliches – meist völlig konstruiert wirkendes – Drama sorgen sollen wie es hier leider auch der Fall ist.

Für mich jedenfalls war Bethany Griffins „Das Lied des roten Todes“ trotz des dann doch noch überraschend starken Schlusses eine ziemliche Enttäuschung und ich bin ganz froh, dass die Geschichte keine Trilogie sondern nur eine Dilogie ist und damit nach diesem Band vorbei ist – weiterlesen hätte ich nämlich nicht wollen und so weiß man wenigstens, wie es ausgeht.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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