Rezension zu Nebenan von Bernhard Hennen

Eigentlich ist es ja nur Spaß, was Till und seine Freunde/Mitbewohner da machen: In mittelalterlicher Gewandung ums Lagerfeuer sitzen und Met trinken. Und hin und wieder lassen sie sich halt von ihrer hauseigenen Druidin dazu überreden „magische“ Rituale zu vollziehen – dass sie dabei tatsächlich mal irgendwelche Magie praktizieren könnten, hat natürlich keiner geglaubt, immerhin gibt es keine Magie. Doch was die Freunde nicht wissen ist, dass es Magie durchaus gibt. Und Heinzelmännchen, Dryaden und natürlich die Dunklen. Und genau denen verschaffen sie während eines Samhain-Rituals ungewollt Zutritt zu ihrer Welt.

In „Nebenan“ erzählt Bernhard Hennen eine aberwitzige Geschichte: Neben der Gruppe eh schon reichlich kurioser Studenten und den beschworenen „Dunklen“ – zu denen auch ein Werwolf gehört, der lieber ein Hund wäre -, mischen schon bald einige mit HighTech bewaffnete Heinzelmänner das Geschehen auf und schicken prompt mythologische Verstärkung ins Gemetzel. Außerdem wären da ja noch das BKA und die Inquisition. Und ein Zahnarzt. Und überhaupt jede Menge Chaos – herrliches Chaos.

Ich muss sagen, auf den ersten Seiten habe ich mich noch etwas schwer getan mit diesem Roman, aber nachdem ich mich einmal etwas mit Till und Co. angefreundet hatte, hat mich auch ihre Geschichte voll und ganz in ihren Bann gezogen. Neben den schon erwähnten schrägen Charakteren gibt es eine humorvolle, actionreiche Handlung, die immer wieder überrascht und amüsiert. Dazu kommt Hennens sehr angenehm zu lesender und dabei nicht zu seichter Schreibstil und fertig ist ein wundervoller Fun-Fantasy-Roman.

Alles in allem konnte mich „Nebenan“ von Bernhard Hennen wirklich überzeugen – trotz anfänglicher Schwierigkeiten ist die Geschichte einfach großartig. Humorvoll und actionreich mit faszinierenden Charakteren und spannender Handlung hat dieser Roman so ziemlich alles, was er braucht um Lieblingsbuch-Potential zu haben. Von mir gibt es dafür jedenfalls eine dicke, fette Empfehlung!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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