Rezension zu Im Schatten des Mondkaisers von Bernd Perplies

Schon der erste Teil dieser deutschen Dystopie-Jugendbuchserie, „Flammen über Arcadion“, hat mich wirklich sehr positiv überrascht und meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Da ist die Angst, dass die Folgebände nicht mehr an diese Leistung anknüpfen können, natürlich immer groß. Glücklicherweise hat sich allerdings zumindest der zweite Band der Serie um Carya und Jonan schon mal als ebenfalls großartig herausgestellt und ich freue mich jetzt schon auf den dritten Band „Das geraubte Paradies“.

Dank des locker-luftigen Schreibstil des Autors ist es mir sehr leicht gefallen mich wieder in die Geschichte einzulesen und schon nach wenigen Absätzen flogen die Seiten nur so dahin. Dafür sorgt natürlich nicht nur der flüssige Schreibstil, sondern vor allem auch die erneut wirklich spannende Handlung.

So weist dieses Buch nicht nur einen echten, rundum gelungenen Spannungsbogen auf – verglichen mit dem, was sich sonst so unter dem Schlagwort YA-Dystopien tummelt, ist das traurigerweise schon mehr als der Durchschnitt aufweisen kann – sondern zieht den Leser vor allem durch die faszinierenden Überraschungen und Wendungen in seinen Bann. Die Handlung knüpft dort an, wo Band 1 abschloss, sie entwickelt sich allerdings nicht so, wie ich es erwartet hätte – und das ist nicht negativ gemeint. Ich hatte mir unter einigen Storyelementen einfach etwas anderes vorgestellt und wurde hier – durchweg positiv – von Perplies überrascht.

Auch die Charaktere bleiben sich treu. Sie entwickeln sich entsprechend ihrer Entwicklungen im ersten Band und ihrer Erfahrungen im zweiten Band weiter, bleiben dabei sehr realistisch, sodass es einem, bis auf einige wenige Ausnahmen, die erst rückblickend ins Konzept passen, leicht fällt, sich mit ihnen und allen voran Carya zu identifizieren, sodass es einfach Spaß macht sich an ihrer Seite erneut ins Abenteuer zu stürzen.

Alles in allem ist Autor Bernd Perplies mit „Im Schatten des Mondkaisers“ eine rundherum gelungene Fortsetzung seiner Dystopie-Jugendbuchreihe gelungen, die nicht nur locker das Niveau des ersten Bandes halten kann, sondern auch ohne weiteres mit internationalen Werken dieses Genres konkurieren kann.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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