Rezension zu Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch

Mit Krimis bin ich noch nie so wirklich warm geworden, die sind einfach so gar nicht mein Genre. Daher war ich echt skeptisch, was Aaronovitchs Erfolgsroman „Die Flüsse von London“ angeht, denn eine Mischung aus Fantasy und Kriminal Roman finde ich doch etwas gewagt.

Mit Peter Grant hat Aaronovitch allerdings einen echt sympathischen Protagonisten geschaffen, an dessen Seite ich mich gerne auf dieses Abenteuer eingelassen habe. Und das mit großem Erfolg, denn schon nach wenigen Seiten hat sich dieses Buch als ein wirkliches Highlight herausgestellt.

Zum einen bin ich ein riesengroßer London-Fan und der Autor versteht es wirklich gut die Szenerie seiner Geschichte, eben die britische Hauptstadt, zum Leben zu erwecken und einem die Handlungsorte bildhaft und atmosphärisch-dicht vor die Augen zu führen.

Zum anderen ist die Genre-Mischung einfach unglaublich gut gelungen und auch für mich als Fantasy-Fan, der so gar nichts mit Krimis anfangen kann (und vermutlich auch für Leute, denen es genau umgekehrt geht), spannend und fesselnd bis zur letzten Seite.

Da spielen natürlich auch die Charaktere eine sehr wichtige Rolle. Die sind, im Vergleich zur Gesamtgeschichte, erstaunlich ‚flach‘. Das soll nicht heißen, dass sie eindimensional sind, aber sie haben einfach nicht die Tiefe, die man in diesem Buch erwarten würde und es ‚fehlen‘ ein wenig die wirklich großen Gefühle, besonders zu Beginn der Geschichte, wo vor allem Peter Grant etwas distanziert zu sein scheint.

Das ist allerdings nur ein kleineres Problem des Buchs und eins, was sich im Laufe der Geschichte bessert, sodass es mich nicht wirklich gestört hat. Ich fand „Die Flüsse von London“ alles in allem wirklich sehr gut und faszinierend und ich freue mich wahnsinnig darauf die Fortsetzung „Schwarzer Mond über Soho“ zu lesen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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6 Kommentare zu “Rezension zu Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch”

  1. London und Magier – das klingt so nach „Harry Potter“ für Erwachsene. 😉 Ich hatte dieses Buch schon öfter in der Hand und habe überlegt. Nach dieser Rezi kommt es nun aber definitiv auf meine Wunschliste.

  2. Fantasy-Krimis – falls man dieses Buch so nennen kann, sind eben schwer mit herkömmlichen Krimis zu vergleichen. Man soll es eben immer wieder wagen, auch mal in andere Genre reinzuschnuppern. Mitunter lohnt es sich!

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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