Rezension zu Wo der Hund begraben liegt von Beate Vera

Was für ein Erstlingswerk!

Beate Vera hat ihren „Provinzkrimi aus Berlin“ ganz im Süden in Lichterfelde angesiedelt und man merkt ihrer detailgetreuen und liebevollen Beschreibung der Reihenhaussiedlung, in der sich das Geschehen abspielt, an, dass ihr die Gegend nicht unbekannt ist. Mit Lea Storm, Simultandolmetscherin, Whiskytrinkerin und begeisterte Köchin, hat sie eine sehr sympathische Hauptfigur geschaffen, die eines Nachts beim Joggen über die Leiche eines Nachbarn stolpert. Bei den nun anlaufenden Ermittlungen begegnet ihr Martin Glander, ein nach Brandenburg straf versetzter Kommissar, dem der Fall vom LKA Berlin jedoch gleich wieder entzogen wird. Als dann noch mehr Personen aus der Siedlung auf verschiedene Arten ums Leben kommen, ist Glander überzeugt, dass hier ein Serientäter am Werk ist und ermittelt auf eigene Faust. Unterstützt wird er dabei von Lea, wobei die Beiden sich auch persönlich sehr nahe kommen.

Diese Geschichte ist sehr spannend und bildhaft geschrieben, logisch aufgebaut, ohne Längen und man lernt die Mitwirkenden richtig gut kennen, mit all ihren Macken und Befindlichkeiten und hat als Leser das Gefühl mittendrin zu sein. Es macht richtig Spaß, sich durch diese Nachbarschaft zu bewegen und zu rätseln, wer hinter den Todesfällen steckt. Dieses Buch legt man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand und es verdient unbedingt eine Fortsetzung.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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1 Kommentare zu “Rezension zu Wo der Hund begraben liegt von Beate Vera”

  1. Mir wurde das Buch empfohlen und ich war neugierig.
    Leider waren das einzig Interessante die Lichterfelder Örtlichkeiten.
    Ansonsten haben mich die Protagonisten kaum angesprochen,sie waren oberflächlich beschrieben , hatten wenig Persönlichkeit und waren gespickt mit banalen Statussymbolen.
    Die Handlung teils überfrachtet ,unglaubwürdig und zu inszeniert.
    Wer bitteschön macht ein gosses Fest,wenn der Vater ermordet und das Haus abgefackelt ist.. .
    Ich wohne auch in Lichterfelde und kenne einige Nachbarn ,aber nicht jeden mit Namen und detailierten Lebensgeschichten.
    Die Grundidee war gar nicht so schlecht,aber die Umsetzung dilettantisch.
    Gestört hat mich auch die ausufernde Beschreibung irgendwelcher Rezepte, Musikstile und anderer Vorlieben.Das passte nicht rein.
    Die englischen Passagen ebensowenig.
    Schade.

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