Rezension zu Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp

Arthur Philipps „Die Dunkelmagierin“ ist ein Buch, mit dem ich so meine Schwierigkeiten hatte. Das Buch zeigt schnell alle Anzeichen einer recht klischeelastigen Fantasy-Geschichte: Eine Protagonistin mit ganz besonderen Fähigkeiten und passender Prophezeiung! Allerdings sind diese Elemente nicht so extrem, dass sie einem direkt den Spaß an der Geschichte verderben. Stattdessen haben mich Feja und die Dunkelmagier schnell in ihren Bann gezogen und für 200-300 Seiten auch voll und ganz gefesselt. Dummerweise hat das Buch aber fast 600 Seiten…

»Ein Mädchen? Wie soll ausgerechnet ein utorisches Mädchen unser Schicksal wenden, Vater?«

Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp, Seite 70

Dabei fing alles ganz vielversprechend an, die Welt, die der Autor hier vorstellt, ist durchaus interessant, gut durchdacht und ich war gespannt darauf, mehr über die Hintergrunde und die Geschichte dieser Welt zu erfahren, über die Eroberer und die ursprünglichen Bewohner und deren Verhältnis. Ein bisschen was erfährt man auch, aber bei weitem nicht so viel, wie ich mir gewünscht hatte. Das liegt hauptsächlich daran, dass „Die Dunkelmagierin“ kaum mehr als eine Einleitung ist – es passiert unglaublich wenig, hauptsächlich werden Ränke geschmiedet und Verschwörungen gepflegt.

Dazu kommt, dass ich eigentlich keinen Charakter so richtig interessant fand. Ich denke, einige von ihnen hatten wirklich Potential, aber ich habe an fast allen relativ schnell das Interesse verloren. Die Geschichte konnte mich einfach nicht fesseln, dafür hat sich die Handlung einfach zu langsam bewegt und bis sie wirklich in Schwung kam, war mein ursprüngliches Interesse an der Geschichte bereits verflogen. Dadurch hat mich dann auch das letzte Drittel des Romans, in dem tatsächlich etwas passiert ist, ziemlich kalt gelassen.

Der Ailon hatte recht: Er durfte nicht eingreifen.

Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp, Seite 182

Insgesamt konnte mich Arthur Philipp mit „Die Dunkelmagierin“ leider nicht überzeugen. Zu wenig Handlung, die zu spät Fahrt aufgenommen hat, wodurch mein Interesse an dem Roman leider die erste Hälfte nicht überstanden hat. Schade, denn die Geschichte hat einige gute Ansätze, aber weder die Handlung noch die Charaktere haben diesen gewissen Funken überspringen lassen und das hat das Buch für mich insgesamt doch eher langweilig gemacht.

Für Fans von…

  • High Fantasy mit Zauberern
  • Special Snowflakes mit eigener Prophezeiung
  • Verschwörungen und Politik?

Was andere Blogger sagen:

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Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp”

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