Rezension zu Moonatics von Arne Ahlert

Es gibt so Bücher, die liegen einfach ewig und drei Tage auf dem SuB, man liest mal rein, legt sie dann doch wieder weg und so weiter und so fort. Und irgendwann, nachdem sie dann schon ordentlich Staub angesetzt haben (was in meinem Bücherregal erschreckend schnell geht), liest man sie dann doch – und ist total überrascht, wie gut sie doch eigentlich waren. In diese Kategorie fällt auch Arne Ahlerts „Moonatics“, dem ich aus unerfindlichen Gründen ausgesprochen skeptisch gegenüber stand, das mich dann aber doch überrascht hat.

Die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, ist ziemlich gut und super spannend. Und auch in der Umsetzung konnte mich der Roman zumindest anfangs wirklich begeistern, der Ausflug zum Mond und die Abenteuer, die der Protagonist dort erlebt, sind unterhaltsam – zumindest so lange, bis sie anfangen repetitiv zu wirken und man sich langsam aber sich doch anfängt zu fragen, wo der Inhalt ist. Denn so gut „Moonatics“ vom Schreibstil und der Idee her auch ist, nach einer Weile habe ich mich doch gefragt, wo der Autor mit dieser Geschichte hin will.

Zum Ende hin nimmt der Roman zwar wieder Fahrt auf, aber sowohl das Zwischendrin als auch das Ende selbst waren für mich eher so naja. Gute Ansätze, interessante Hintergründe aber Party- und Drogenexzesse interessieren mich generell eher wenig, egal ob sie auf dem Mond oder der Erde geschehen. Von daher hatte Arne Ahlerts „Moonatics“ für mich zwar Potential, so richtig überzeugen konnte mich der Roman aber nicht, dafür gab es zu wenig interessante Story und die Story, die es gab, war im Grunde genommen auch zu vorhersehbar. Schade!

Für Fans von…

  • Ökokatastrophen-Szenarios
  • Science Fiction
  • seltsame Enden

Was andere Blogger sagen:

„Der Debütroman von Arne Ahlert hat mich sagenhaft gut unterhalten“

„Die Reise auf unseren ständigen Begleiter und seinen wirren Bewohnern war spannend, nicht immer nachvollziehbar und mit Turbulenzen versehen.“

„Ein richtig gutes Debüt mit einer faszinierenden Hintergrundidee.“

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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