Rezension zur Anthologie Werwölfe zu Weihnachten

Weihnachten mal übernatürlich: In 15 verschiedenen Geschichten, die alle irgendwie etwas mit Weihnachten zu tun haben, und in denen es vor übernatürlichen Wesen, allen voran Werwölfen, nur so wimmelt. Diese Geschichten sind in der Anthologie „Werwölfe zu Weihnachten“ enthalten:

Charlaine Harris: Ein unvergessliches Weihnachtsfest
Eine Sookie Stackhouse Geschichte! Naja, definitiv nicht meine Lieblingsgeschichte aus diesem Buch. Ich bin sowieso nicht der größte Sookie-Fan, weil ich sie einfach für keinen besonders tiefgründigen Charakter halte und leider kommt sie in dieser Kurzgeschichte in meinen Augen besonders flach weg. Zwar ist die Geschichte durchaus amüsant und kurzweilig, aber mir war die Geschichte entschieden zu eindimensional. 2,5 von 5 Sternen

Donna Andrews: Das har des thieres
Eine absolut zuckersüße Geschichte. Nicht, weil sie so übermäßig kitschig wäre oder irgendwas, sondern einfach, weil sie herrlich zu lesen ist. Amüsant und mit einer ganz besonderen Abwandlung des Werwolfthemas sowie einigen weiteren wirklich schönen Ideen, ist diese Geschichte absolut empfehlenswert und eins meiner Highlights in dieser Anthologie (Allein der Titel hat es mir ja schon angetan ^^). 5 von 5 Sternen

Simon R. Green: Lucy, alle Jahre wieder
Eine irgendwie verdammt traurige Geschichte. Da ich keine anderen Bücher des Autors gelesen habe, kann ich nicht sagen, wie diese Geschichte im Vergleich abschneidet, aber es ist in meinen Augen nicht die beste Geschichte hier. Sie ist solide, interessant und angenehm zu lesen, aber ihr fehlt der letzte Pfiff. 4 von 5 Sternen

Dana Cameron: Die Nacht, die alles verwandelte
Eine für eine Kurzgeschichte wirklich erstaunlich tiefgründige Geschichte mit einer sehr interessanten Perspektive auf Werwölfe und Vampire, die hier einmal als die ständig missverstandenen übernatürlichen Schutzengel der Menschen daher kommen. Eine sehr gut gelungene Geschichte. 4,5 von 5 Sternen

Kat Richardson: Ein Werwolf zu Weihnachten
Ich muss zugeben, dass ich mit Kat Richardsons Urban Fantasy Serie bislang einfach nicht warm geworden bin, obwohl sie seit einigen Jahren bereits in meinem Regal steht. Diese Weihnachtsgeschichte allerdings ist wirklich ganz nach meinem Geschmack. Zugegeben, der Humor hier ist eher un-weihnachtlich schwarz, aber es ist eine tolle Geschichte für die Weihnachtszeit und definitiv eine Empfehlung wert. 5 von 5 Sternen

Alan Gordon: Ungebetene Gäste
Eine schöne Geschichte, die mich allerdings so gar nicht gefesselt hat. Die Idee ist schön und weihnachtlich, der Schreibstil angenehm zu lesen, aber für mich ist der Funke einfach nicht übergesprungen. 3 von 5 Sternen

Carrie Vaughn: Il est né
Einfach toll. Ich muss zugeben, ich liebe Carrie Vaughns Kitty-Geschichten sowieso aber es war einfach faszinierend zu sehen, wie unglaublich viel Inhalt die Autorin in ihre Kurzgeschichte gepackt hat. Eine tolle, winter-weihnachtliche Geschichte. 5 von 5 Sternen

Dana Stabenow: Das perfekte Geschenk
Achtung, knisternde Romanze! 😉 Werwolf-Romanze genau genommen. Und zwar eine, die nicht nur weihnachtlich sondern auch ziemlich heiß ist. Nicht unbedingt so ganz meins, aber die Autorin hat das hier wirklich gut umgesetzt und baut gekonnt eine dichte Atmosphäre auf- 4,5 von 5 Sternen

Keri Arthur: Der Geist der vergangenen Weihnacht
Keri Arthur gehört zu den Autoren aus dieser Anthologie, von denen ich noch nie etwas gelesen habe. Mit ihrer Kurzgeschichte hat sie mich allerdings neugierig auf ihre anderen Werke gemacht. Denn auch wenn diese Geschichte nicht zu meinen Highlights gehört, einfach weil sie mir etwas zu klischeehaft war, aber sie ist angenehm zu lesen und bei weitem nicht das Schlechteste, mit dem diese Anthologie aufwartet. 4 von 5 Sternen

J.A. Konrath: Das Buch Bob
Ich weiß immer noch nicht, ob ich diese Geschichte jetzt unglaublich witzig oder einfach nur eklig finde… Daher gibt es auch keine Sternchen hierfür.

Patricia Briggs: Davids Stern
Eine meiner Lieblingsgeschichten! Natürlich hat Frau Briggs den großen Vorteil, dass ich ihren Werwolf-Serien sowieso hoffnungslos verfallen bin und sie hier auch noch einen der Rand-Charaktere näher beleuchtet, den ich wirklich interessant finde. Für mich rundum gelungen! 5 von 5 Sternen

Nancy Pickard: Besser nicht schmjollen
Sehr atmosphärisch und sowohl witzig als auch unheimlich. Obwohl es nur eine Kurzgeschichte ist, gelingt der Autorin eine unglaublich bildhafte und detailreiche Beschreibung, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. 5 von 5 Sternen

Karen Chance: Schwarze Schafe
Eine tolle Geschichte, in der deutlich wird, mit welcher Liebe zum Detail sich die Autorin ihren Werwölfen und deren Geschichte gewidmet hat. Ansonsten gibt es zu dieser Geschichte eigentlich gar nichts zu sagen, sie hat es mir einfach angetan. 5 von 5 Sternen

Rob Thurman: Milch und Plätzchen
Noch einer dieser Autoren, die ich vorher nicht kannte. Und einer der wenigen, die es mir so gar nicht angetan haben. Die Geschichte ist nicht schlecht, der Schreibstil ist nicht schlecht und auch sonst in an dieser Geschichte eigentlich nichts schlecht, ich konnte einfach nichts damit anfangen. Und zwar so gar nichts. 2,5 von 5 Sternen

Toni L.P. Kelner: Denn siehe, er hütet seine Herde
Mit dieser Geschichte habe ich mich wirklich schwer getan. Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie man in einer so kurzen Geschichte beim Leser so eine 180°-Wendung der Sympathien gegenüber der Protagonistin voll ziehen kann. Ich fand die Geschichte zuerst wirklich schrecklich, weil ich mit der Hauptfigur einfach gar nichts anfangen konnte, was sich aber im Laufe der Geschichte vollkommen verändert hat. Ganz rund ist die Geschichte allerdings nicht. 3,5 von 5 Sternen

Der einzige Wermutstropfen? Warum können Werwölfe eigentlich nicht einfach mal für sich alleine stehen? In einem Großteil der 15 Geschichten gibt es neben den Werwölfen auch Vampire und das ist einfach etwas, was ich etwas schade finde, denn ich würde mich über mehr Geschichten freuen, in denen diese ‚Abhängigkeit‘ einfach einmal nicht da ist.

Ansonsten ist „Werwölfe zu Weihnachten“ ein wirklich rundherum unterhaltsames Buch, mit dem ich viel Spaß hatte und das einmal einen ganz anderen Zugang zur Weihnachtszeit bietet. Daher eine dicke Empfehlung für alle Fans von Urban Fantasy.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zur Anthologie Werwölfe zu Weihnachten”

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