Rezension zu Mohnschnecke von Anna Koschka

Manchmal bin ich zugegebenermaßen einfach dumm. So auch in diesem Fall, in dem ich schlicht und ergreifend nicht bemerkt habe, dass es sich bei „Mohnschnecke“ um den zweiten Teil einer Serie handelt, bis ich mich beim Lesen irgendwann gefragt habe, wieso ich bloß das Gefühl nicht loswerde, dass ich eine nicht ganz unwichtige Vorgeschichte verpasst habe – eine nur wenige Sekunden lange Recherche später war klar, dass das schlicht und ergreifend daran liegt, dass ich besagte Vorgeschichte, den ersten Band der „Mauerblümchenclub“-Serie, „Naschmarkt“, nicht gelesen habe…

Daher vorab einmal der Hinweis an alle, denen bis gerade ebenfalls nicht bewusst gewesen ist, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt: Es empfiehlt sich bei dieser Reihe definitiv sie in der eigentlich angedachten Reihenfolge zu lesen. Ja, man versteht „Mohnschnecke“ auch so irgendwann durchaus ganz gut, aber der Anfang wird sicherlich deutlich weniger zäh und verwirrend, wenn man vorher bereits „Naschmarkt“ gelesen hat. Ich habs dann halt stattdessen im Anschluss gelesen 😀

Trotz des, meiner eigenen Idiotie sei Dank, etwas zähen Anfangs hat mich „Mohnschnecke“ jedoch wahnsinnig schnell in seinen Bann ziehen können. Allein die Tatsache, dass Protagonistin Dotti Literaturrezensentin und Blogger ist, hat sie für mich direkt sympathisch gemacht und auch sonst, fiel es mir sehr leicht mich in sie hinein zu versetzen und sie ist mir wahnsinnig schnell ans Herz gewachsen. Mit ihrer alles andere als konventionellen Art zu denken, zu leben und zu lieben hat sie dafür gesorgt, dass mich die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen hat.

Auch die anderen Figuren glänzen durch ganz unterschiedliche, facettenreiche und insgesamt sehr realistische und überhaupt nicht konventionelle Persönlichkeiten, die für eine unterhaltsame, kunterbunte Mischung sorgen. Diese kunterbunte Charaktermischung zusammen genommen mit Anna Koschkas locker-leichtem Schreibstil und dem spritzigen Humor sorgt dafür, dass sich „Mohnschnecke“ nicht nur leicht und flüssig liest sondern dabei auch noch wahnsinnig fesselnd und unterhaltsam ist.

Alles in allem ist „Mohnschnecke“ ein Buch, dass mir einfach Spaß gemacht hat. Zwar habe ich mir den Anfang selbst ein wenig verdorben, doch auch das konnte im Endeffekt nichts daran ändern, wie unterhaltsam Anna Koschkas Roman ist, weshalb es von mir eine dicke Empfehlung für dieses Buch gibt. 🙂

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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