Rezension zu Phoenix: Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnick

Ann-Kathrin Karschnick - Phoenix: Tochter der AscheLovelyBooks - In dein Regal stellenAnn-Kathrin Karschnick – Phoenix: Tochter der Asche
 
Verlag: Papierverzierer Verlag
Format: Taschenbuch
Seiten: 389
ISBN: 978-3944544052
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Phoenix“
 
 
 

Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?

 
 
Meinung:
 
Mit „Phoenix: Tochter der Asche“ hat Autorin Ann-Kathrin Karschnick ein wirklich außergewöhnliches Genre-Mischmasch erschaffen. Ein bisschen Urban Fantasy, eine Priese Steampunk, ein wenig Dystopie und dazu noch etwas Romantik. Eine recht wilde Mischung, die der Autorin aber überraschend gut gelungen ist. Denn die Welt, die sie hier geschaffen hat, hat wirklich sehr großes Potential.

Diese kuriose Mischung klappt an sich zwar gut, überzeugt aber leider trotzdem noch nicht ganz. Es fehlt einfach an Hintergrundinfos, viele der innovativen, neuartigen Ideen bleiben noch zu blass und werden bloß schemenhaft umrissen, sodass nicht so recht Stimmung aufkommen möchte. Hier gibt es zwar viele gute Ansätze aber auch definitiv noch sehr viel Luft nach oben für die kommenden Bände dieser Serie.

Auch bei den Figuren besteht noch Verbesserungspotential. So sind die beiden zentralen Figuren Tavi und Leon zwar sehr gut ausgearbeitet, detailliert und greifbar, die eine sehr sympathisch, der andere nach und nach immer unsympathischer, die Nebenfiguren bleiben jedoch blass und unscheinbar und wirklich etwas über sie erfahren tut man auch nicht.

Lesen lässt sich „Phoenix: Tochter der Asche“ trotzdem gut, denn auch wenn der Schreibstil nichts wirklich herausragendes ist, lässt er sich flüssig lesen und auch der Erzählstil ist gut, es gibt keine großen Brüche oder Sprünge in der Handlung. Nur hatte ich nach einer Weile Probleme mit der Hälfte der Geschichte, die aus Leons Sicht geschildert wird, da er mir wie gesagt immer unsympathischer wurde.

Alles in allem ist Ann-Kathrin Karschnicks Fantasy-Dystopie-Gerne-Mischmasch „Phoenix: Tochter der Asche“ ein Buch, das sich fernab jeden Mainstreams bewegt und definitiv empfehlenswert ist, auch wenn es noch ordentliches Potenzial für Verbesserungen gibt.
 
 


 
 
3 Sterne - Okay
 
 

 
 
Die Autorin
 
Ann-Kathrin Karschnick lebt im schönen Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau, ging sie in die Schifffahrtsbranche und leitet dort seit einigen Jahren die Internationale Heuerabrechnung einer Hamburger Reederei.

Ihre Hobby’s und Vorlieben aufzuführen, würde diese Seite sprengen, deswegen nur eine kurze Zusammenfassung dessen, was sie neben dem Schreiben gerne macht. Wenn sie nicht gerade über einem Puzzle brütet, spielt sie gerne Brett- und Kartenspiele mit Freunden und Familie oder geht ins Kino. Zudem ist sie ein selbstbezeichneter Serienjunkie. Seit 2012 ist sie außerdem fleißige Geocacherin. Einen großen Teil ihrer Freizeit nimmt das Deutsche Rote Kreuz bzw. das Jugendrotkreuz in Anspruch, wo sie eine Jugendgruppe in Erster Hilfe unterrichtet.

Ann-Kathrin ist häufig auf Buchmessen und Conventions der Fantasybranche zu finden. Wer nach einem grünen Kleid Ausschau hält und laut nach Kuddel ruft, hat gute Chancen ihr zu begegnen und einen Plausch mit ihr zu halten.

Am 02. Oktober 2013 erschien ihr aktuelles Werk im Papierverzierer Verlag mit dem Titel Phoenix – Tochter der Asche. Es ist der erste von drei Teilen, die in einer dystopischen Welt spielen, wie sie sich unter den experimentellen Versuchen von Tesla entwickelt haben könnte und in der Fantasiewesen wieder die Bühne betreten.
 
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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