Rezension zu So nah und doch so fern von Ann Brashares

Ann Brashares - So nah und doch so fernLovelyBooks - In dein Regal stellenAnn Brashares – So nah und doch so fern
 
Originaltitel: My Name is Memory
Verlag: carl’s books
Format: Taschenbuch
Seiten: 368
ISBN: 978-3570585177
 
 
[mygenres]  
 
 

Die Geschichte einer großen Liebe jenseits von Zeit und Raum

Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.

Ergreifend erzählt Ann Brashares die Geschichte einer magischen Liebe, die alle Zeit und Widerstände überdauert, und eröffnet dabei einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf Tod und Wiedergeburt.

 
 
Meinung:
 
Ich war ja wirklich ziemlich skeptisch bei diesem Buch, weil so sehr nach reinem, typischem Liebesroman aussieht und ich für Liebesromane zugegebener Maßen nicht allzu viel übrig habe. Allerdings hat mich Ann Brashares schon nach wenigen Seiten in den Bann ihrer Geschichte um diese magische Liebe zwischen Lucy und Daniel und das Buch hat sich als eine wirklich hervorragende Sommerlektüre erwiesen.

Zuerst einmal hat mir der Schreibstil wirklich sehr gut gefallen, er liest sich locker und flüssig, sodass man den Einstieg ins Buch sehr leicht findet und es dann auch ein Leichtes ist, die Geschichte zügig weiterzulesen. Und auch den Erzählstil habe ich als sehr angenehm empfunden, der Wechsel zwischen dem Jahr 2004, in dem Daniel Lucy findet und den Rückblenden zu seinen früheren Leben, geben der Geschichte einen tollen Schwung und sehr viel Abwechslung.

Generell war es vor allem der Aspekt der Wiedergeburt, der dieses Buch so spannend gemacht hat, denn die Autorin schafft es dieses mehr oder minder fantastische Element wirklich gekonnt in die Geschichte einzubeziehen. Die verschiedenen historischen Kontexte, denn Daniels Erinnerungen und damit auch die Rückblenden gehen bis ins Jahr 500-irgendwas zurück, waren nicht nur sehr interessant und haben die Erzählung sehr abwechslungsreich gemacht, sondern wurden auch mit großer Liebe zum Detail geschildert und es war wahnsinnig spannend zu sehen, in welchen Konstellationen die einzelnen Figuren hier immer wiederkehren.

Ganz perfekt war der Lesespaß dann aber doch nicht, denn mit den Protagonisten hatte ich doch immer wieder ein paar Probleme. Leider waren sowohl Lucy als auch Daniel zwischendurch sehr in Selbstmitleid versunken und in Selbstzweifeln gefangen, was der Geschichte dann doch etwas von ihrer Leichtigkeit genommen hat. Trotzdem sind sie nicht unsympathisch und bis auf einige kleinere Ausreißer eigentlich sehr gute Hauptfiguren.

Alles in allem ist „So nah und doch so fern“ von Ann Brashares ein wundervolles Sommerbuch, locker und leicht mit einer Prise Humor und jede Menge Romantik sowie einem Hauch Phantastik, was für eine rundherum sehr angenehm zu lesende Mischung sorgt, die nur manchmal durch die gelegentlich Schwermut der Charaktere unterbrochen wird.
 
 


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Mit herzlichem Dank an den carl’s books Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
carl's books
 
 
4 Sterne - Sehr gut

 
 
Die Autorin
 
Ann Brashares wuchs in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York und war einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben von Jugend- und Erwachsenenbüchern. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in New York. Bei C. Bertelsmann erschien zuletzt ihr Bestseller „Unser letzter Sommer“.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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