Rezension zu Die Zuflucht von Ann Aguirre

Und schon wieder so eine Fortsetzung, bei der ich mir ganz sicher bin, dass ich Band 1 nicht nur gelesen sondern auch rezensiert habe, nur scheint die Rezension im Laufe der letzten drei Jahre verloren gegangen zu sein. Ärgerlich, aber lässt sich nicht ändern.

Meine Erinnerung an „Die Enklave“ von Ann Aguirre ist, dass es ein wirklich gutes Buch war, nur hat es mich wahnsinnig gemacht, dass die Namen der Protagonisten übersetzt wurden. Bleich und Zwei… Das hat mich schon im ersten Band aufgeregt und es war im zweiten Band genau die gleiche Geschichte.

Ich hatte etwas Probleme wieder in die Geschichte hinein zu finden, aber das kann auch einfach daran liegen, dass es drei Jahre her ist, seit ich den ersten Band gelesen habe. Nachdem ich aber einmal wieder in der Geschichte drin war, hat sie mich nicht mehr losgelassen.

Während im ersten Teil der Fokus noch auf dem oftmals sehr blutigen Kampf ums Überleben lag, konzentriert sich die Autorin in „Die Zuflucht“ nun auf die Gesellschaft. Genau genommen auf die Gesellschaft in Erlösung, der Zuflucht in der Zwei, Bleich und ihre Begleitungen gelandet sind.

Und ja, die deutschen Namen machen mich wahnsinnig, warum eigentlich? Im englischen Original haben sie mich nicht ansatzweise gestört, aber es ist wohl einfach sehr viel üblicher fürs Englisch beliebige Wörter als Namen zu verwenden als fürs Deutsche.

Aber sieht man einmal davon ab, war ich wirklich begeistert von „Die Zuflucht“, denn die Liebe zum Detail, mit der Ann Aguirre hier die komplexen Strukturen der Gesellschaft in der von einem fundamentalistischen Glauben geprägten Zuflucht schildert, spricht für intensive Recherche und ich liebe Bücher mit realistischen Hintergründen.

Über die Vorgeschichte, darüber wieso Zweis Welt so ist wie sie ist, erfährt man auch in „Die Zuflucht“ nicht wirklich viel, aber dafür erfährt man umso mehr über die Figuren, die mir im Laufe des Bandes wirklich ans Herz gewachsen sind. Ich bin schon gespannt darauf, wie sich die Geschichte im dritten Band entwickelt und hoffe, dass es nicht wieder drei Jahre dauert, bis der erscheint.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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