Rezension zu Die Jäger der Nacht von Andrew Fukuda

Andrew Fukuda - Die Jäger der NachtAdd on GoodReadsAndrew Fukuda – Die Jäger der Nacht
 
Originaltitel: The Hunt
Verlag: Ravensburger
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 416
ISBN: 978-3473400898
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Die Jagd“
 
 

Sie lachen nicht, sie lieben nicht und sie ernähren sich von Blut. Nur Gene ist anders als sie: Gene ist ein Mensch. Doch wenn das rauskommt, werden sie ihn jagen. Bis zum letzten Atemzug.
Weitere Produktinformationen: Gene hat ein Geheimnis: Er ist ein Mensch. Das könnte ihn das Leben kosten, denn die Gesellschaft, in der er aufwächst, hat sich genetisch verändert. Die Bürger sehen aus wie Menschen, aber sie schwitzen nicht, verspüren keine Kälte und schlafen nie. Und sie töten normale Menschen wie Gene. Doch dann wird ausgerechnet Gene die Ehre zuteil, an der legendären Jagd teilzunehmen. Verfolgt werden dabei die letzten überlebenden Menschen, die unter einer Glaskuppel in der Savanne leben

 
 
Meinung:
 
„Die Jäger der Nacht“ ist wirklich ein ganz außergewöhnliches Buch, dass einmal auf ganz andere Weise an die beiden mittlerweile doch recht abgelutschten YA-Themen Dystopie und Vampire herangeht und die beiden nicht nur weitestgehend frei von jeglichen Klischees behandelt, sondern vor allen Dingen miteinander kombiniert. Zugegeben, Andrew Fukuda ist nicht der Autor, der das tut – wenn auch der erste, den es auch auf Deutsch gibt, soweit ich weiß -, auch Julie Kagawa und einige andere YA-Autoren haben sich an diese doch recht gewöhnungsbedürftige Kombination gewagt, doch Fukuda ist bislang derjenige, der mich mit seinem Versuch am meist begeistern kann.

Dank des Schreibstil des Autors hat mich dieser Roman wahnsinnig schnell in seinen Bann gezogen. Denn Fukuda schreibt sehr atmosphärisch und bildhaft, sodass es mir zumindest wahnsinnig leicht gefallen ist, in diese Geschichte einzutauchen. Zwar sind seine Schilderungen des Öfteren mal auch etwas brutaler und daher vielleicht nicht für jeden etwas, aber Fukada driftet dabei nie ins Geschmacklose ab, sodass die Geschichte zwar sehr intensiv ist und des Öfteren auch mal unter die Haut geht aber nie eklig wird.

Diesem hervorragenden Schreibstil ist es auch zu verdanken, dass sich „Die Jäger der Nacht“ nicht nur sehr flüssig liest und die Geschichte quasi vor den Augen des Lesers lebendig wird, sondern auch, dass über der ganzen Geschichte dieses unterschwellige Gefühl der Bedrohung und der Einsamkeit hängt, sodass das Buch wirklich sehr atmosphärisch wenn auch ziemlich düster ist.

Handlungstechnisch passiert in diesem Serienauftakt ehrlich gesagt nicht allzu viel. Dieses Buch dient wohl mehr als Exposition der Serie, als Einführung in die vom Autor geschaffene Welt, Vorstellung der Charaktere und erstes Hinführen zu den eigentlichen Problemen, von denen es für Gene nicht gerade wenig gibt. Natürlich passiert in diesem Buch durchaus auch etwas und es ist in der Tat ziemlich fesselnd und spannend, aber man merkt eben auch, dass es sich hier um einen Serienauftakt handelt, ohne dass das jetzt negativ zu bewerten wäre.

Insgesamt hat mich „Die Jäger der Nacht“ durchweg positiv überrascht, es ist ein tolles Buch für alle Dystopiefans, die gerne einmal etwas ganz neues lesen möchten und vor düsteren Geschichten nicht zurückschrecken.
 
 


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5 Sterne - Super

 
 
Der Autor
 
Andrew Fukuda ist zur einen Hälfte Chinese, zur anderen Japaner, gebürtiger Amerikaner (er kam in Manhattan zur Welt) und wuchs in Hong Kong auf. Nach seinem Abschluss in Geschichte, arbeitete er in Chinatown (Manhattan) mit Teenagern aus Migrationsfamilien. Das inspirierte ihn zu seinem ersten Roman Crossing, für den er eine Reihe von Auszeichnungen erhielt. The Hunt (dt. Die Jäger der Nacht) ist sein zweiter Roman. Derzeit lebt Fukuda mit seiner Familie auf Long Island, New York.
 
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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