Rezension zu Auf den Hengst gekommen von Andrea Volk

Frisch getrennt und einsam in ihrem neuen Wohnort Köln such Sandra Ablenkung auf dem Reiterhof Weideland. Als Ablenkung vom Liebeskummer gut geeignet, vor allem als sie ihr Herz sofort erneut verliert, an ein Pferd. Was die Männerwelt angeht, gibt es einige verrückte Typen, einen jähzornigen Bauern, einen ständig betrunkenen Stallburschen und zwei Reiter, einer kühl und verschlossen und einer in den achtziger Jahren steckengeblieben, also nichts zum Verlieben. Das einzig Beeindruckende sind vier wertvolle Friesenhengste, die für Pferdeshows trainiert werden. Einer dieser Hengste wird eines Morgens erstochen aufgefunden. Die Polizei, vertreten durch den Dorfsheriff, findet keine Spuren, geschweige denn ein Motiv, also beschließt Sandra auf eigene Faust zu ermitteln.

Dieser Krimikomödie von Andrea Volk fehlt es nicht an skurrilen Typen, die oft für Erheiterung sorgen. Ihre Heldin Sandra ist mit viel Wortwitz ausgestattet und sorgt mit der Charakterisierung ihrer Mitmenschen immer wieder für ein Schmunzeln. Der komödiantische Anteil stimmt also, was den Krimiteil betrifft, war ich enttäuscht. Die Story ist sehr dünn und die Motivation und damit der Täter, wären nach einfachster Polizeirecherche sofort gefunden worden. So aber stochert Sandra dilettantisch mal hier und mal da herum, erfährt ein paar Dinge, die ihr aber nicht weiterhelfen und scheucht dann irgendwann doch den Täter auf und gerät selbst in Gefahr. Schade, Andrea Volks Schreibstil ist durchaus fesselnd und unterhaltsam, aber die Story war mir einfach zu dünn.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

Alle Beiträge von ChristineBorg »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: