Rezension zu Der Tote am Zülpicher See von Andrea Tillmanns

Eigentlich eine einfache Geschichte, denkt man, wenn man das Buch am Ende zuklappt. Aber so spannend aufgebaut, so wunderbar anschaulich erzählt, dass es auch keine Knalleffekte braucht.

Während der Karnevalstage findet Luisa Weinstrauß, am Ufer des Zülpicher Sees, die Leiche eines jungen Mannes. Luisa ist Musiklehrerin, lebt alleine und führt ein sehr vorhersehbares, ruhiges Leben. Morgens Haushalt und Garten, nachmittags Musikschüler. Damit ist sie zufrieden, sie braucht keine Aufregung mehr in ihrem Leben, sagt sie, schließlich ist sie schon Ende vierzig! Dennoch lässt sie sich nicht lange bitten, als der Nachbarssohn verdächtigt wird und seine Mutter sie um Hilfe bittet.

Die beiden ermittelnden Kommissare in dieser Geschichte spielen eine eher untergeordnete Rolle, im Mittelpunkt stehen Luisa, ihre Schüler und die Nachbarschaft. Andrea Tillmanns schafft es mit wenigen Worten jedem ihrer Akteure Tiefe zu geben, so dass selbst Luisas Musikschüler schnell zu guten Bekannten werden, was die Geschichte sehr lebendig macht, Ein rundum gelungener Krimi, der auch die Gegend um Zülpich gut beschreibt.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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