Rezension zu Jägermond: Im Reich der Katzenkönigin von Andrea Schacht

Bekannt ist Andrea Schacht ja eigentlich für ihre historischen Romane, von denen ich allerdings zugegebener Maßen noch keinen gelesen habe. Dafür habe ich ihren dystopischen Roman „Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt“ gelesen und war davon total begeistert und kann gar nicht mehr auf die Fortsetzung warten. Daher musste ein weiteres Buch der Autorin für „zwischendurch“ her. Und dabei ist meine Wahl nach etwas stöbern auf „Jägermond“ gefallen.

Ich bin sowieso ein echter Katzenmensch, die Idee der sprechenden Katzen hat mich daher direkt gereizt. Trotzdem, ich war etwas skeptisch, vor allem, da mir nicht klar war, an welche Altersgruppe sich das Buch richtet. Der Hauch von ägyptischer Mythologie, der bereits in der Inhaltsangabe deutlich wird, hat dann allerdings den Ausschlag gegeben und mich dazu veranlasst, das Buch dann doch zu kaufen. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht!

Besonders Schachts ausdrucksstarke, zauberhafte und humorvolle Sprache hat mich, nach ein paar Seiten Eingewöhnungszeit, in ihren Bann gezogen und auch bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Etwas ins Stocken geraten bin ich dann als die Katzen mehr zu Wort gekommen sind, denn die haben ihre ganz eigene Art zu Sprechen. Das ist zwar einerseits etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits aber auch total passend und vertieft die eh schon sehr fesselnde Atmosphäre des Buchs noch weiter.

Auch was die Story angeht, ist „Jägermond“ erfrischend anders. Zum einen ist die Geschichte so aufgebaut, dass sie irgenwo zwischen Urban und High Fantasy liegt und immer wieder zwischen der „normalen“ Welt und der der Katzen wechselt und zum anderen bringen auch die teils doch recht ungewöhnlichen Charaktere frischen Wind in die Geschichte.

Ich muss an dieser Stelle allerdings auch sagen, dass ich nicht mit allen Charakteren etwas anfangen konnte. Vor allem Finn war mir zu Beginn des Buchs einfach nur unsympathisch und ist mir auch im weiteren Verlauf des Buchs nicht mehr ans Herz gewachsen. Aber auch wenn ich nicht mit allen Charakteren wirklich warm geworden bin, wurde das durch einige wirklich besondere Charaktere wieder wett gemacht.

Das Gleiche gilt auch für den Rest der Geschichte. Die war nicht immer perfekt, es gab einige Unebenheiten und es bleiben auch ein paar lose Fäden übrig, und trotzdem waren die fast 450 Seiten so fesselnd und spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe und mir sehr darauf freue, dass es bald mehr aus Andrea Schachts Katzenwelt geben wird – wobei man an dieser Stelle vllt. noch sagen sollte, dass „Jägermond“ selbst in sich abgeschlossen und KEIN Serienauftakt ist.

Daher für alle Fantasy- und Katzenfans eine dicke Empfehlung 😉

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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