Rezension zu Jägermond: Die Tochter des Sphinx von Andrea Schacht

So eine Schande 🙁 Mit „Jägermond: Die Tochter des Sphinx“ geht Andrea Schachts „Jägermond“-Serie leider zu Ende… Damit heißt es Abschied nehmen von Trefélin, dem Land der Katzen und seinen Bewohnern – hoffentlich nicht für immer!

Ich gebe gerne zu, ich hatte große Probleme damit überhaupt erst in die Geschichte hinein zu finden. Andrea Schachts Schreibstil ist… gewöhnungsbedürftig. Ausdrücke wie „es ging ihm wohl“, stellenweise recht ungewöhnliche Satzstellung und generell das Gefühl, dass die Sprache einfach etwas komisch ist. Bislang hatte sich das immer auf die Katzen beschränkt – oder es ist mir nur bei ihnen aufgefallen – aber in diesem Band erstreckt sich die ungewöhnliche Sprache auch auf die Menschen, besonders Felina hat sich Che-Nupets besonders seltsame Ausdrucksweise zu eigen gemacht.

Im Finale der „Jägermond“-Trilogie fließen die Handlungen aus dem Prequel „Der Ring der Jägerin“ und den ersten beiden „Jägermond“-Bänden in einem großen Showdown zusammen, der noch einmal alle altbekannten und einige neue Figuren sowohl aus Trefélin als auch der Welt der Menschen mobilisiert. Dabei haben es mir – neben Che-Nupet, die nach wie vor meine absolute Lieblingskatze ist – vor allem Tanguy und Nupsi angetan. Feli ist mir zwar sympathisch, konnte mich aber nicht so recht in ihren Bann ziehen und bei Finn hatte ich das Gefühl, dass er hier etwas in den Hintergrund rückt.

Zur Handlung will ich gar nichts sagen, außer dass sie einfallsreich, spannend und voller Überraschungen ist, sodass ich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt war. Große neue Offenbarungen gibt es nicht, aber dafür wird alles noch einmal aufgearbeitet, es kommen neue Feinheiten ans Licht und im großen und ganzen geht es einfach um die Action – Wobei die Geschichte weder langweilig und redundant ist, noch flach.

Alles in allem ein grandioses Serienfinale, das alle Fans der „Jägermond“-Serie begeistern und gleichzeitig sehr traurig zurück lassen dürfte. Wer Katzen und Fantasy mag, Andrea Schachts „Jägermond“ aber noch nicht kennt, sollte sich schleunigst „Der Ring der Jägerin“ zulegen 😉 Ich hoffe jedenfalls sehr, dass es noch weitere Werke geben wird, in denen Andrea Schacht die Leser zurück nach Trefélin führt – Ansätze gibt es jedenfalls genug!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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