Rezension zu Sternenfeuer: Vertraue Niemanden von Amy Kathleen Ryan

Wer meine Rezension zum ersten Band von Ryans Sternenfeuer-Serie „Sternenfeuer: Gefährliche Lügen“ gelesen hat, weiß, dass ich mit dem ersten Band große Probleme hatte und mir alles andere als sicher war, ob ich den zweiten Band überhaupt lesen sollte.

Meine Neugierde war dann aber dooch zu groß, um nicht zumindest in den zweiten Band hineinzulesen. Und der hat mich, ehrlich gesagt ganz gegen meinen Willen, in seinen Bann gezogen und sich als deutlich besser heraus gestellt, als erwartet.

Zwar ist Ryans Sprachstil immer noch sehr dröge und sorgt dafür, dass bei mir keine besonders große emotionale Verbindung zum Buch entsteht, aber ansonsten hat sich „Vertraue Niemanden“ im Vergleich zum ersten Band in vielen meiner Kritikpunkte eindeutig weiterentwickelt.

Die Längen, die mich im ersten Band streckenweise wirklich sehr gestört haben, weil sie den Handlungsfluss einfach gestört haben, sind hier fast vollständig verschwunden, das Tempo der Handlung hat deutlich zugenommen und generell ist mehr Schwung in der Geschichte, sie ist deutlich flüssiger geworden.

Im zweiten Band gewinnen die Charaktere endlich an Tiefe und Form, sodass auch die Geschichte deutlich dreidimensionaler wirkt. Das gemeinsam mit dem sehr viel flüssigeren Erzählstil/-tempo sorgt dafür, dass ich mit „Sternenfeuer: Vertraue Niemandem“ sehr viel mehr anfangen konnte, als mit „Sternenfeuer: Gefährliche Lügen“.

Es gibt allerdings auch einige Stellen, im Text, wo ich wirklich nur die Augenbrauen hochziehen konnte, weil Ryan ihren Charakteren wirklich seltsame Standpunkte und Ansichten verpasst hat, die zu durchaus seltsamen Bemerkungen führen. Da spielt auch der, nach wie vor, starke religöse Aspekt der Geschichte eine nicht unwesentliche Rolle.

Alles in allem hat mir „Sternenfeuer: Vertraue Niemanden“ allerdings überraschend gut gefallen und ich bin, besonders mit Blick auf den ersten Band, begeistert von der Entwicklung, die die Autorin hingelegt hat. Und werde den dritten Band auf jeden Fall lesen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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