Rezension zu Die fabelhaften Wünsche der Lanie Howard von Allison Morgan

Lanie Howard lebt ein sicheres Leben, ohne Risiken, ohne Abenteuer und eigentlich auch ohne eigene Meinung. Das merkt man vor allem an ihren Hochzeitsvorbereitungen, denn die erledigt ihr Verlobter (und Vorgesetzter) so ziemlich alleine und Lanies Meinung ist dabei herzlich unwichtig und eigentlich auch unerwünscht. Allerdings scheint sie auch nicht wirklich in der Lage zu sein Entscheidungen zu fällen oder mal klar ihre Meinung zu sagen – dafür lässt sie sich viel zu schnell unterkriegen. Das alles ändert sich langsam aber sicher, als ihr eine Erinnerung an ihren Vater in die Hände fällt: Ihr Irgendwann-Glas, ein Glas, in dem sie Wünsche gesammelt hat, die sie vor ihrer Hochzeit erfüllen will. Plötzlich steht Lanies Leben Kopf, ihrem Verlobten und ihrer Mutter, beide ähnlich kontrollierende und bevormundende Wesen, denen es vor allem um den äußeren Schein geht, gefällt es gar nicht, dass Lanie plötzlich etwas hat, bei dem sie sich nicht reinreden lässt, etwas das ihre wilde Seite zum Vorschein zu bringen scheint. Zur großen Begeisterung ihrer besten Freundin und mit deren tatkräftiger Unterstützung beginnt Laine mit Kickboxing, wird zur großen Schwester und beharrt auf eine lang verdiente Beförderung.

Ich muss zugeben, ich hatte etwas Probleme mit der Protagonistin aus Allison Morgans „Die fabelhaften Wünsche der Lanie Howard“, denn Lanie ist wirklich ziemlich langweilig und bemitleidenswert, bevor sie endlich anfängt ihre eigene Stärke zu finden – und das dauert eine ganze Weile. Dazu kommt der geheimnisvolle letzte Wunsch, der sich in Lanies Irgendwann-Glas befindet und der eigentlich fürchterlich offensichtlich ist, weshalb das Theater, das darum gemacht wird, auf Dauer wirklich etwas lächerlich ist.

Trotzdem, alles in allem hat mir dieser Roman wirklich ausgesprochen gut gefallen, ich mochte die Idee und ich mochte vor allem auch die Entwicklung, die die Charaktere durchgemacht haben, auch wenn es hier und da etwas lang gedauert hat, bis auch die Figuren zu Einsichten gekommen sind, die dem Leser schon längst klar waren. Wer auf etwas gefühlsduselige, humorvolle Chick-Lit steht, für den ist „Die fabelhaften Wünsche der Lanie Howard“ von Allison Morgan definitiv eine Empfehlung wert!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: