Rezension zu Ermittlerin in Sachen Liebe von Alexandra Potter

Als „Ermittlerin in Sachen Liebe“ bezeichnet sich Ruby Miller, ihres Zeichens Liebesromanautorin und Protagonistin in Alexandra Potters gleichnamigen Roman, gerne selbst, denn für sie ist das die perfekte Beschreibung ihrer Arbeit – privat schaut es mit der Liebe allerdings nicht annähernd so rosig aus, wie in Rubys Büchern, hat sie nach dem Betrug ihres Ex-Verlobtens doch im Grunde genommen den Glauben an die Liebe verloren.

Und nun hat der passionierte Kontrollfreak auch noch eine Schreibblockade und bekommt von ihrer Agentin Zwangsurlaub auferlegt – wie passend also, dass ihre jüngere Schwester gerade noch in Goa ist, bevor sie in einer Woche in die triste Heimat zurückkehren soll. Kurzerhand bucht Ruby einen Last Minute Flug nach Indien und ahnt nicht, dass sie kurz drauf nicht nur mitten im Chaos sondern damit auch im Abenteuer ihres Lebens landet.

„Ermittlerin in Sachen Liebe“ von Alexandra Potter ist das erste Buch der Autorin, das ich lese, und ich muss sagen, es hat mir wirklich gut gefallen. Dabei war es allerdings weit weniger die Liebesgeschichte, die mich in den Bann dieses Buchs gezogen hat, als viel mehr die Beschreibungen Indiens. Denn die machen schnell klar, dass die Autorin ihr Handwerk wirklich versteht: die Beschreibungen sind detailiert und bildhaft und es dauert nicht lange und man hat das Gefühl selbst mitten im Chaos Indiens zu stehen.

Die Charaktere sind allesamt auf ihre Art faszinierend und liebenswert, wenn auch nicht ganz klischeefrei, aber das fand ich gar nicht unbedingt störend. Sie passend einfach in die Geschichte und vor allem bringen sie alle ihre eigene Geschichte und oftmals auch ihre eigene Kultur mit, die der „Hauptgeschichte“ weitere Tiefe verleihen. Diese Hauptgeschichte fand ich sogar überraschend spannend, hier wird dem Leser tatsächlich ein Abenteuer und nicht nur eine vorhersehbare Liebesgeschichte geboten.

Zusammen mit Potters leichtem, humorvollen und intelligenten Schreibstil sorgt das alles dafür, dass sich „Ermittlerin in Sachen Liebe“ leicht und flüssig lesen lässt und dabei einfach Spaß macht, den Leser in den Bann der Geschichte und den Zauber Indiens zieht und schlicht und ergreifend gut unterhält.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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