Rezension zu Weltgeschichte to go von Alexander von Schönburg

Genau wie schon die Rezension zu „Preußens Könige“ von Heinz Ohff, ist auch diese hier in Zusammenarbeit mit meinem kleinen Bruder, aka meinem persönlichen Geschichtsnerd, entstanden. Allerdings hält sich die Begeisterung für „Weltgeschichte to go“ von Alexander von Schönburg etwas mehr in Grenzen, denn so richtig überzeugen konnte das Buch keinen von uns.

Eigentlich konnte es uns so gar nicht überzeugen. Denn für jeden, der auch nur ein Quäntchen Allgemeinwissen besitzt, geschweige denn solche, die sich generell für Geschichte interessieren, ist das Buch völlig unbrauchbar. Es ist für so ein kompaktes Bändchen erstaunlich unübersichtlich und scheint jeglicher großartiger Struktur zu entbehren.

Auch inhaltlich ist es… Naja. Wie bei einem Werk dieses Umfangs nicht anders zu erwarten, werden sämtliche Themen nur total oberflächlich angeschnitten, das war klar. Das Problem ist eher die Auswahl. Die ist einseitig und erzählt eigentlich nur, was jeder halbwegs normale Mensch bereits weiß. Ich hätte mir mehr interessante Fakten gewünscht und vor allem sowas wie „die Wahrheit hinter diesen Geschichtsmythen“ statt einer Darstellung, die solche Mythen noch unterstützt.

Alles in allem ist Alexander von Schönburgs „Weltgeschichte to go“ allerhöchstens mit einem laffen, verwässerten Kantinenkaffee vergleichbar. Wirklich genießbar ist es nicht und wir fanden es ehrlich gesagt einfach nur enttäuschend. Schade! Aber wie der Autor selbst schreibt, man schreibt halt was die Masse lesen will – und offenbar ist das nach Meinung des Bild-Chefredakteurs ziemlicher Quatsch.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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