Rezension zu White Horse von Alex Adams

Hach ja, eigentlich sind so düstere Bücher ja gar nichts für mich. Und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mit „White Horse“ durchaus einige Probleme habe. Denn dieses Buch ist wirklich vor allem eins: Düster. Und es geht unter die Haut.

Das ändert allerdings nichts daran, dass „White Horse“ einfach wirklich gut ist. Ich hatte im Vorfeld wahnsinnig viele gute Rezensionen zu dem Buch gelesen und bin daher mit ziemlich hohen Erwartungen daran gegangen. Und natürlich mit der Angst, dass genau diese hohen Erwartungen nachher enttäuscht werden. Wurden sie aber nicht.

Mit „White Horse“ zeigt Alex Adams eindrucksvoll, dass das, was heutzutage alles unter dem Begriff “Dystopie” verkauft wird, nicht immer eine futuristische Version von Romeo und Julia sein muss. Im Gegenteil, ihr post-apokalyptischer Roman ist eindrucksvoll und innovativ und bringt dadurch frischen Wind ins Bücherregal.

Über die Geschichte mag ich eigentlich gar nicht viel sagen, denn die sollte sich jeder selbst erlesen. Denn Adams Erzählstil ist wirklich spannend, wenn auch anfangs etwas verwirrend, denn es gibt immer Rückblenden die über den Verlauf des Buchs erklären, wie Zoe eigentlich dort gelandet ist, wo sie zu Beginn des Buchs ist: in einer Welt, in der 90% der Menschen durch den White Horse Virus ums Leben gekommen sind, 5% resistent sind und 5% sich in Monster verwandelt haben (Monster, die eigentlich keine Zombies sind, ihnen aber ähnlich genug, damit ich sie in diese Kategorie packe 😉 ).

Genau wie der Erzählstil der Geschichte, hat mir auch Adams’ Schreibstil wirklich gut gefallen. Er liest sich leicht und flüssig und trotzdem schafft die Autorin es dabei ohne Schwierigkeiten eine sehr dichte und eindringliche Atmosphäre zu schaffen.

Das Einzige, was mir an diesem Buch nicht zu 100% gefallen hat, war Zoe selbst. Die Zoe, die sich, schwanger wie sie ist, von Amerika nach Griechenland durchschlägt, um den Vater ihres Kindes zu finden, ist so ganz anders und passt so gar nicht zu der Zoe aus den Rückblenden. Nach und nach gibt sich das zwar ein wenig, aber trotzdem hatte ich das ganze Buch über immer wieder Probleme die beiden Zoes zu einer einzigen Person zu vereinen.

Ansonsten ist dieses Buch allerdings wirklich gut, wenn auch nichts für schwache Nerven. Trotzdem, für alle Fans postapokalyptischer Romane ist dieses Buch eine echte Empfehlung!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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