Rezension zu Der Preis der Ewigkeit von Aimée Carter

Da hatte ich so große Hoffnungen, dass „Der Preis der Ewigkeit“ endlich das Potential dieser Serie ausnutzt und dann das… Von Anfang an konnte mich Aimée Carter mit der Idee hinter dieser Serie total begeistern. Dummerweise waren aber sowohl „Das göttliche Mädchen“ und „Die unsterbliche Braut“ nicht das, was ich mir erhofft hatte. Und leider, leider reiht sich auch der dritte und letzte Teil, „Der Preis der Ewigkeit“ nahtlos an diese Enttäuschung an.

In den ersten beiden Bänden war es ja vor allem Protagonistin Kate, die mir die Geschichte verdorben hat, da ich sie einfach ziemlich ätzend fand. Sie war mir durch ihre ganze Art und ihr „Opferlamm“-Gehabe einfach unsympathisch und dazu auch noch einer dieser aalglatten Charaktere, die ohne jede Macke konzipiert wurden und dadurch einfach nicht mehr realistisch wirken. So ist sie immer noch, nur dass sie jetzt nicht mehr teilnahmslos zu allem Ja und Amen sagt, sondern sich selbst nun als die Retterin der Menschheit sieht – und das offenbar auch ist…

Und damit fängt mein Hauptproblem mit diesem dritten Band auch schon an: Die Logik lässt, für mein Gefühl zumindest, doch sehr zu wünschen übrig. So ist die Geschichte völlig überladen mit Action und großen Szenen, jeglicher Konflikt wird aber innerhalb eines Kapitels erfolgreich gelöst, das ganze ist also eine bloße Aneinanderreihung von alles in allem sehr vorhersehbaren Szenen. Und diese Szenen sind nicht wirklich immer logisch. Denn sowohl die Tatsache, dass sich Kate plötzlich zur alleskönnenden Heldin mausert, als auch meine in den ersten Bänden schon vorhandenen Probleme mit der Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen sorgen hier dafür, dass vieles einfach wahnsinnig unrealistisch auf mich wirkte und einige Elemente der Geschichte in sich einfach nicht schlüssig waren.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Autorin hier eine tolle Idee hatte und auch durchaus gut schreiben kann, nur hätte sie keine ungünstigere Protagonistin wählen können und „Der Preis der Ewigkeit“ wirkte auf mich alles in allem recht lieblos, so als hätte die Autorin nur versucht möglichst alle Handlungsstränge zu Ende zu bringen. Aber wie immer ist das nur meine gänzlich subjektive Wahrnehmung und ich bin mir, trotz meiner Enttäuschung, sicher, dass Aimée Carter auch mit diesem Buch einige ihrer Fans begeistern wird 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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