Rezension zu Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir von Abigail Gibbs

Endlich mal wieder eine schnulzige YA-Vampirromanze. Jep, erstaunlicherweise war das tatsächlich die Erwartung, mit der ich an diesen Roman herangegangen bin, irgendwie hatte ich einfach Lust auf so etwas. Und mit „Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir“ hat Abigail Gibbs meine Erwartung auch ganz gut erfüllen können. Auch wenn es trotzdem das eine oder andere gab, was mir an diesem Roman nicht so ganz gefallen hat.

An sich finde ich die Idee hinter Gibbs „Dark Heroine“-Serie aber erstmal wirklich ganz gut. Ihre Vampire und auch der Rest der Welt, die sie für ihren Roman geschaffen hat, hat mir sehr gut gefallen, denn auch wenn natürlich das eine oder andere relativ klischeehaft ist, insgesamt legt die Autorin hier doch ein gutes Maß an Originalität vor.

Gleichzeitig sind aber gerade die Charaktere doch relativ klischeehaft und ihre Entwicklungen und Reaktionen daher ziemlich vorhersehbar – im Kontrast dazu steht aber die Tatsache, dass die Autorin zentrale Informationen so lange zurückhält, dass man sich als Leser doch irgendwann fragt, wieso man nicht endlich die Bestätigung für die Vermutungen, die man sich aus den vereinzelten Infofetzen zusammengereimt hat, bekommt.

Nichtsdesto trotz sind die Ideen hinter der Geschichte und auch Gibbs Schreibstil sehr gelungen und auch wenn die Charaktere alles andere als klischeefrei daher kommen, bieten sie doch genug Individualität um noch faszinierend zu sein und die Spannung der Geschichte nicht zu sehr zu zerstören, sodass ich den Roman trotz allem fesselnd fand und auch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Alles in allem ist Abigail Gibbs‘ „Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir“ einerseits ein recht typischer YA-Vampirroman, enthält andererseits aber genug Neues und Faszinierendes um mich wirklich neugierig auf den Rest der Serie zu machen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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