Rezension zu Dark Heroine: Autumn Rose von Abigail Gibbs

Mit „Dark Heroine: Autumn Rose“ legt Autorin Abigail Gibbs nach „Dark Heroine: Dinner mit einem Vampir“ den zweiten Band ihrer Serie rund um Parallelwelten und magische Geschöpfe vor. Und ich muss sagen, dass mir dieser zweite Teil doch noch eine ganze Ecke besser gefallen hat, als Teil eins.

Protagonistin Autumn Rose Al-Summers ist bereits aus dem ersten Band bekannt, wo sie gegen Ende des Romans ihren Auftritt hat. Nun hatte ich eigentlich erwartet, dass Band zwei der „Dark Heroine“-Serie dort anschließt, wo der erste Teil aufgehört hatte. So war es aber nicht, stattdessen beginnt auch Autumns Geschichte quasi „am Anfang“, kurz vor bzw. parallel zu den Ereignissen aus dem ersten Band.

So lernt man die eigentlich erste Heldin der Prophezeiung hier ganz ausführlich kennen, genau wie ihre Welt, denn die ist eine ganz andere als die von Violet Lee, die in einer augenscheinlich „normalen“ Welt wie unserer lebt, nur dass dort im Verborgenen auch noch Vampire existieren. Während auch Autumn Roses Welt ein Spiegelbild der unseren ist, leben dort, in der ersten Welt, die magischen Sage, zu denen auch unsere Protagonistin gehört, ganz offen unter den Menschen – auch wenn diese das nicht unbedingt mit allzu großer Begeisterung aufnehmen.

Ich fand es spannend mehr über diese Parallelwelten zu lernen und hier einmal eine weitere davon vorgeführt zu bekommen, denn während es einem – der Masse an Vampirromanen sei Dank – quasi schon „normal“ erscheint, dass es in der eigenen Welt irgendwo düstere, blutrünstige Vampire gibt, ist die Welt der Sage doch noch mal etwas anderes, wenn auch noch nicht so anders, dass man Schwierigkeiten bekommt, den Weltaufbau zu glauben. Ich bin jedenfalls gespannt auf die weiteren Welten, die die Autorin in den kommenden Bänden vorstellen wird.

Die Charaktere sind nach wie vor alles andere als klischeefrei, trotzdem war mir Autumn Rose wirklich sympathisch, nur hin und wieder hätte ich mir gewünscht, sie wäre etwas weniger zickig und kindisch und würde sich ihrer Rolle als Herzogin von England angemessener verhalten, allerdings ist sie auch „erst“ 16, im Gegensatz zur 18jährigen Violet, auch wenn diese in diesem zweiten Band ebenfalls nicht gut weg kommt – Hui, was ist die mir irgendwann, nachdem die beiden Geschichten dann endgültig zusammengeflossen sind, auf den Geist gegangen, war sie im ersten Teil schon so schrecklich?

Trotzdem, alles in allem hat mir „Dark Heroine: Autumn Rose“ von Abigail Gibbs sehr gut gefallen, eine ganze Ecke besser als der erste Teil der „Dark Heroine“-Serie und ich kann diese Serie nur empfehlen, denn auch wenn sie nicht allzu viel Tiefgang hat, ist sie doch innovativ und unterhaltsam.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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