Rezension zu Viviens himmlisches Eiscafé von Abby Clements

Nach dem Weihnachtsroman „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ ist „Viviens himmlisches Eiscafé“ Abby Clements‘ zweiter Roman, diesmal einer der Sommergefühle satt verbreitet. Leider fand ich diesen Roman allerdings nicht ganz so gut wie seinen Vorgänger.

Gut ist „Viviens himmlisches Eiscafé“ aber allemal. Allerdings ist die Inhaltsangabe mal wieder eher ungenau, denn das Eiscafé, das die Schwestern Imogen und Anna von ihrer Großmuter Vivien erben, ist alles andere als „vor Charme überquellend“, genau genommen ist es ein verranztes Drecksloch, das die Schwestern erst einmal so richtig auf Vordermann bringen müssen – und das ist nicht das einzige Hindernis, das sich ihnen in den Weg stellt.

Ich denke, mein größtes „Problem“ bzw. der Grund, aus dem ich „Viviens himmlisches Eiscafé“ weniger gut fand als „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ ist, dass ich die Figuren eindeutig flacher fand und auch weniger originell. Ich konnte mit ihnen nicht so wahnsinnig viel anfangen und fand sie, vor allem Anna, einfach ziemlich langweilig und das ruiniert natürlich auch etwas den Spaß an der Geschichte. Und auch das Miteinander der beiden Schwestern konnte mich nicht überzeugen, da fand ich Nebenfiguren wie Evie tausendmal gelungener.

Aber auch die Handlung hat mich nicht vollends überzeugen können, denn einige Handlungsstränge bzw. deren Enden wirken wie eine ziemliche Flickschusterei, plötzlich und abrupt und ohne wirkliche Auflösung. Glücklicherweise gilt das aber nicht für die gesamte Handlung, denn insgesamt fand ich diese schon ganz unterhaltsam, wenn auch vorhersehbar ohne Ende.

Alles in allem ist Abby Clements‘ „Viviens himmlisches Eiscafé“ kein besonders hochwertiger Roman, aber allemal eine amüsante, kurzweilige Sommerlektüre, ohne viel Tiefgang aber mit einem gewissen Unterhaltungswert und einer gehörigen Portion Urlaubsgefühl, also genau das Richtige als Lektüre für die ersten schönen Sommertage.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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