Queergelesen #5 Dieses und jenes

Nachdem es letztes und vorletztes Wochenende ja keinen Queergelesen-Post gab, weil ich nichts passendes gelesen habe, gibt es heute einen bunt gemischten Post mit Arztromanze, High Fantasy und Standardromanze – viel Spaß!

Flinging It von G. Benson

Reading in English Flinging It by G Benson

Okay, theoretisch sind keine der beiden Protagonistinnen Ärztinnen, die Geschichte spielt in einem Krankenhaussetting, Frazer ist Hebamme und Cora Sozialarbeiterin, beide Leiterinnen ihrer jeweiligen Abteilungen im Krankenhaus und beide eigentlich keine großes Fans von einander, doch dann kommen sie sich im Rahmen eines Projektes, das Frazer sehr am Herzen liegt, schnell näher – doof nur, dass Cora mit Frazers Boss verheiratet ist.

Okay, es ist eine Arztromanze, oder zumindest sehr nah dran… Die sind bekanntermaßen nicht unbedingt die innovativsten Geschichten und auch „Flinging It“ ist da keine große Ausnahme. Aber das muss ja nicht heißen, dass die Geschichte schlecht ist, das ist sie nämlich nicht. G Benson erzählt zwar nicht gerade die unvorhersehbarste Geschichte, dafür erzählt sie sie aber sehr gut, die Charaktere sind sympathisch und die Handlung weicht auf angenehme Art und Weise vom Standard ab – mich hat der Roman jedenfalls gut unterhalten.

★ ★ ★ ★

The Shewstone von Jane Fletcher

Reading in English The Shewstone by Jane Fletcher

Ich bin ja ein ziemlicher Fan von Jane Fletchers Celaeno-Reihe und war daher auch recht gespannt auf diesen neuen Fantasyroman von ihr. In „The Shewstone“ geht es um Eawynn, die uneheliche Tochter eines aufstrebenden Adligen, die in den Tempel abgeschoben wurde, und Matt, ein Straßenkind, das von einem Bandenboss als Tochter aufgenommen wird. Zwanzig Jahre führen sie ihre unabhängigen Leben, dann bringt der „Shewstone“ sie zusamen: Eawynn wird zu dessen Hüterin ernannt, Matt soll ihn stehlen und beide finden sich schnell in einem unglaublichen Abenteuer wieder.

Mir hat dieser Roman wirklich gut gefallen, nur das Ende… das war irgendwie nicht so mein Fall. Ansonsten ist die Geschichte aber gut geschrieben, wohl durchdacht und die Charaktere sind sympathisch und entwickeln sich weiter. Ich werde mir jetzt jedenfalls nochmal genauer anschauen, was es sonst noch so für Romane von der Autorin gibt.

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Far from Home von Lorelie Brown

Reading in English Far From Home by Lorelie Brown

Eigentlich ist Rachel ja hetero. Doch dann stimmt sie zu Pari, die zurzeit mit einem Arbeitsvisum in den USA ist, zu heiraten. Als würde das nicht schon genug Konfliktpotential enthalten – besonders in Verbindung mit den Gefühlen, die Rachel (natürlich total unerwarteter Weise) bald für Pari entwickelt -, gibt es da auch noch Paris indische Mutter, die die Hochzeitsvorbereitungen selbst in die Hand nimmt, 300+ Familienmitglieder auf der Gästeliste inklusive. Und natürlich die Sache mit der Anorexie, an der Rachel leidet und die sich nicht nur auf ihr Essverhalten auswirkt.

Ich habe Null Ahnung von Indien, tamilischer Kultur oder auch Anorexie. Aber ich fand „Far from Home“ wirklich sehr gut geschrieben, von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd, sodass ich es in wenigen Stunden durchgelesen habe. Auch die Charaktere, sowohl die beiden Protagonistinnen als auch die wenigen stärker ausgearbeiteten Nebenfiguren (Paris Mutter, Rachels beste Freundin) wirken realistisch und sympathisch, sodass man schnell beginnt mit ihnen mitzufiebern.

★ ★ ★ ★

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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