[Reading in English] Rezension zu The Fangirl’s Guide to the Galaxy: A Handbook for Girl Geeks von Sam Maggs

Auf Sam Maggs‘ „The Fangirl’s Guide to the Galaxy: A Handbook for Girl Geeks“ habe ich mich total gefreut, es klang einfach so absolut nach einem Buch, das genau meinen Geschmack trifft. Leider fand ich es im Endeffekt dann doch ziemlich durchwachsen und bin mir nach wie vor einfach nicht sicher, wen genau die Autorin damit ansprechen wollte…

+ Im Buch verstreut finden sich einige wirklich interessante und inspirierende Interviews mit ‚professionellen‘ Girl Geeks, Frauen, die ihre geekigen Leidenschaften erfolgreich zum Beruf gemacht haben

+ Das „Feminismus“-Kapitel am Ende des Buchs war ziemlich gut – wenn auch nicht immer so ganz im Einklang mit dem Ton der vorhMerigen Kapitel

+ Einige der Tipps und Hinweise, die die Autorin im Laufe des Buchs zu verschiedenen Themen gibt, fand ich sehr interessant

ABER

– Ich weiß beim besten Willen nicht, an welche Zielleserschaft sich die Autorin mit dem Buch richtet, denn Teile waren so simpel, dass sie wohl selbst Kinder langweiligen dürften, andere haben sich thematisch schon eher an ältere Teenager/Erwachsene gerichtet

– Manche Dinge waren wirklich einfach nur LANGWEILIG – wem muss man den heute noch Twitter, Facebook und Co. erklären? Wer besitzt so wenig gesunden Menschenverstand, dass man für ihn bis ins kleinste Detail erklären muss, was man zu einer Convention mitnehmen sollte? Und sollten so ein paar grundlegende Benimmregeln fürs Internet, Conventions etc. nicht jedem halbwegs normalen Menschen eh klar sein?

– Ich persönlich hatte so meine Probleme damit, dass Girl Geeks bzw. Fangirls (abgesehen von den Interviews) fast durchgehend als eine einheitliche Masse quietschender, hüpfender und wahllos Leute umarmender Bekloppter dargestellt werden – zumindest kam es für mich häufig so rüber und das fand ich unschön, denn genau das ist einer der Gründe, warum ich den Begriff Fangirl nur ungern auf mich anwende

– Und auch ganz zum Schluss bleibt die Frage der Zielleserschaft, nicht nur im Bezug auf die Altersgruppe, sondern vor allem auch deswegen, weil es wohl keine Girl Geeks oder Fangirls da draußen geben wird, die sich selbst als solche bezeichnen und denen das Buch noch großartig neues bieten könnte. Es liest sich häufig eher wie eine Anleitung, um Fangirl/Girl Geek zu werden – weil das so in Mode ist? Und weil man dafür ja auch wirklich eine Anleitung braucht?

Alles in allem blitzt immer wieder mal das große Potential des Themas durch und der humorvolle, lockere Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich super gut lesen, aber inhaltlich kann „The Fangirl’s Guide to the Galaxy“ von Sam Maggs dann doch einfach nicht richtig überzeugen, dafür ist das Niveau zu uneinheitlich und die – in meinen Augen oft überflüssigen – Basics nehmen zu viel Raum ein. Sehr schade!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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