[Reading In English] Rezension zu Sister Mischief von Laura Goode

Erwachsenwerden, Coming-Out, Freundschaft, Culture Clash, Identität, Hip-Hop, erste Liebe – um diese Themen und noch einige weitere geht es in Laura Goodes Debüt Sister Mischief.

Ich muss ehrlich zugeben, ich hatte etwas Probleme in das Buch hinein zu finden, denn die Sprache der Protagonistin und ihrer Freundinnen ist, getreu der HipHop-Thematik, stellenweise doch etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man sich aber einmal daran gewöhnt, zeigt sich, dass Sister Mischief ein wirklich schönes, schwungvolles und gefühlvolles Buch ist.

Protagonistin Esme ist mir als Leser schnell ans Herz gewachsen, sie ist sympathisch und facettenreich und auch die anderen Figuren – auch wenn diese teilweise doch etwas arg mit Klischees beladen sind – waren gut gezeichnet und haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass ich mich in der Geschichte verlieren konnte.

Sehr schön fand ich übrigens auch, dass die Handlung nicht auf ein mehr oder weniger unrealistisches Friede-Freude-Eierkuchen-Ende aus ist, sondern die Autorin hier wirklich eine Geschichte erzählt, die so aus dem Leben gegriffen sein könnte, ohne, dass man sich fragt, wieso Romanfiguren in Jugendbüchern eigentlich immer alles irgendwie in den Schoss zu fallen scheint, ohne dass sie wirklich was dafür tun.

Alles in allem definitiv ein lesenwertes, einfühlsames und scharfzüngiges Buch, das ich durchaus empfehlen kann. Schade, dass es bislang nicht mehr von der Autorin gibt.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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