[>1000 Worte] Rezension zu Princeless Volume 1-5 von Jeremy Whitley

Hallihallo ihr Lieben! Und wieder habe ich es geschafft, eine Comicrezension pünktlich zu veröffentlichen! Diesmal zu einem meiner absoluten Lieblingscomics, „Princeless“ von Jeremy Whitley! Nächste Woche gibt es dann die Rezension zum Spin-Off „Princeless: Raven the Pirate Princess“. Diese Comic-Reihe erzählt die Geschichte von Prinzessin Adrienne, die so gar nicht das ist, was ihre Eltern von einer Prinzessin erwarten. Doch an ihrem 16. Geburtstag steckt ihr Vater sie in einem von einem Drachen bewachten Turm mit dem Versprechen, dass der Ritter, der Adrienne rettet, sie zur Frau bekommt.

Nur dass Adrienne nicht die geringste Lust hat, sich retten zu lassen. Und so beschließt sie, die ganze Sache selbst in die Hand zu nehmen und nicht nur sich, sondern auch ihre Schwestern zu retten. Denn König Ashe hat jede seiner sieben Töchter irgendwo eingesperrt und von einem magischen Wächter bewachen lassen. Nur dass Adrienne da eben nicht länger mitspielen will und sich so kurzerhand auf den Rücken ihres Drachens Sparky schwingt und sich auf den Weg ins Abenteuer macht – das natürlich nicht ansatzweise so glatt läuft, wie Adrienne gehofft hat.

Dafür lernt die Prinzessin allerdings auch schnell eine ganze Reihe lustiger Gestalten kennen, allen voran Bedelia, eine Halbzwergin, die ihr eine Rüstung schmiedet und dann zu Adriennes Reisegefährtin wird. Im dritten Teil treffen die beiden unter anderem auch auf Raven, die Piratenprinzessin, die völlig ungeniert mit Adrienne flirtet – und ihre eigene Spin-off Comicreihe bekommen hat, dazu nächste Woche mehr. Und natürlich versuchen sie Adriennes Schwestern zu retten – was ungefähr so glatt läuft, wie der geneigte Leser von Anfang an vermutet haben wird, nämlich überhaupt nicht.

Oh, außerdem scheint da noch so eine kleine Verschwörung ums Königreich im Hintergrund zu brodeln und wenn sie nicht gerade mit Schwert und Hammer auf irgendwas einprügeln, dann verbringen Adrienne und Co. den Großteil ihrer Zeit damit, darüber zu philosophieren, wie unsinnig doch der Plot der meisten Märchen ist, wie ungerecht Frauen behandelt werden, wenn sie sich mal selbst retten wollen, wie diskriminierend es ist, dass Frauen keine Schmiede sein dürfen oder wie sexistisch die Kriegerinnen-Rüstungsdesigns doch sind und allerlei solcher Späßchen.

Insgesamt ist Jeremy Whitleys „Princeless“ eine unglaublich humorvolle Comicserie mit starken Heldinnen, die sich mit den ihnen zugedachten Rollen als Frauen nicht zu frieden geben und lieber ihren eigenen Weg finden wollen. Klingt super und ist es auch – allerdings nicht immer. So sind einige der moralisierenderen Dialoge doch ziemlich erzwungen und platt während die männlichen Figuren in den ersten fünf Bänden im großen und ganzen eher schlecht davon kommen – hier hätte ich mir etwas mehr Vielfalt gewünscht, wobei sich das auch so langsam zu entwickeln scheint. Immerhin ist die Geschichte nach fünf Volumes offenbar noch nicht so arg weit.

Alles in allem also eine durchaus lesenswerte Comicreihe mit vielen guten Ansätzen und ein paar Schwächen aber auch einigen vielversprechenden Entwicklungen plus sympathischer Heldinnen und unterhaltsamer Handlung. Ich bin jedenfalls auf die nächsten Bände gespannt!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “[>1000 Worte] Rezension zu Princeless Volume 1-5 von Jeremy Whitley”

  1. Ich glaube, das ist eine Serie, die ich auch nochmal ausprobieren werde. Vielleicht finde ich ja doch noch einen Comic, der etwas für mich ist – in allen Aspekten 😉
    „Lumberjanes“ wird jetzt wohl meine Wochenend-Frühstücks-Lektüre 😀

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