[Reading in English] Rezension zu Heart Trouble von Jae

Hach ja, Jae 😍 Jep, ich gebe zu, ich bin definitiv ein großer Fan der Autorin und immer wieder begeistert, wenn ich einen neuen Roman von ihr entdecke. So auch bei „Heart Trouble“, bei dem ich nicht mal die Inhaltsangabe gelesen habe, bevor ich es angefangen habe. Das hat dann auch prompt für etwas Verwirrung gesorgt, denn zu meiner großen Verwirrung ist dieser Roman einerseits in der gleichen Welt angelegt wie auch die „Hollywood“-Serie und eine der beiden Protagonistinnen ist dort bereits als Nebenrolle aufgetaucht, andererseits ist das Hauptelement des Romans ein paranormales und das passte in meiner Vorstellung einfach nicht zusammen.

„Heart Trouble“ erzählt die Geschichte von Dr. Hope Finlay, die ungern länger mit Patienten zu tun hat, in ihrer Arbeit als Notaufnahmeärztin aber wirklich aufgeht, und Laleh Samadi, Tochter iranischer Einwanderer, die im Restaurant der Familie arbeitet und den Kontakt zu anderen Leuten liebt. Als Laleh in der Notaufnahme landet und Hope sich bei ihrer Wiederbelebung versehentlich selbst mitschockt, wird erstere plötzlich zur medizinischen Enzyklopädie während letztere flüssig Farsi sprechen kann. Also ein lesbischer Arztroman mit Fantasy-Element!

Gut, wenn man die Inhaltsangabe nicht gelesen hat, dann sorgt besagtes Fantasyelement erstmal für einiges an Irritationen und ich habe, trotz des gewohnt guten Schreibstils, eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Wenn man weiß, dass hier ein paranormales Element auf einen wartet und sich nicht dadurch irritieren lässt, dass der Roman in einer sonst völlig Fantasyfreien Welt angesiedelt ist, würde einem der Einstieg vermutlich deutlich leichter fallen. Und die „Hollywood“-Serie muss man auch nicht kennen, ein paar Charaktere tauchen zwar auf, deren Hintergrundgeschichte muss man allerdings nicht gelesen haben.

Nachdem ich mich einmal damit abgefunden hatte, dass ich nächstes Mal besser zuerst die Inhaltsangabe lesen sollte, hat mich Jaes „Heart Trouble“ schnell in seinen Bann gezogen und konnte mich auch wirklich fesseln – die Geschichte ist in der gewohnten Qualität geschrieben, humorvoll und romantisch, mit einer faszinierenden interkulturellen Komponente, die zumindest bei mir ziemliche Lust auf persisches Essen hervorgerufen hat. Es gibt einige tolle Nebenfiguren, wie immer, bei denen man sich wünscht, dass die eine oder andere vielleicht noch ihre eigene Geschichte bekommt. Nur das Ende, das kam einfach zu plötzlich – es ist eins dieser *puff* und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen Enden, bei denen mir zumindest noch etwas fehlt.

Trotzdem, insgesamt konnte mich Jaes „Heart Trouble“ wirklich überzeugen, der Roman ist eine tolle Mischung aus Paranormalen, Romantik, Drama und Culture-Clash, mit zwei super sympathischen Protagonistinnen, die kaum unterschiedlicher sein könnten und jeweils auf ihre ganz eigene Art faszinieren. Mir hat der Roman bis auf das etwas platte Ende ausgesprochen gut gefallen und ich kann ihn nur jedem Fan von anderen Werken der Autorin empfehlen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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