[Reading in English] Rezension zu Camp Alien von Gini Koch

Megalomaniac Girl saves the day again! Mit „Camp Alien“ geht Gini Kochs Serie rund um Katherine „Kitty“ Katt und die Aliens des Alpha Centauri Systems schon in die dreizehnte Runde – und noch ist kein Ende in Sicht. Und erstaunlicherweise macht es auch immer noch Spaß, obwohl ich eigentlich gar kein Serienfan bin und nur bei den wenigsten jemals über Band 2 rauskomme. Hier ist das allerdings überraschenderweise anders. Immer Anfang April/Mai und Dezember erscheint ein neues der 500-600 Seiten starken Bücher und mir hat bislang jeder ausgesprochen gut gefallen, auch wenn ich seit etwa neun Bänden jedes Mal das gleiche Problem habe:

Die ersten 100-200 Seiten bin ich völlig verloren – abgesehen vom harten Kern des Figurenwirrwarrs kann ich quasi niemanden zuordnen und muss mich erstmal langsam wieder in Familienverhältnisse, intergalagtische Zugehörigkeiten und politische Bündnisse einarbeiten. Mit jedem Band kommen neue Personen dazu und irgendwie werden sowohl die inneramerikanischen Politik-Details als auch die ganzen Aliengeschichten immer umfangreicher und unübersichtlicher – ich hätte wirklich, wirklich gerne, ein Personenglossar und eine Karte des Universums (und in Fall von „Camp Alien“ vielleicht noch eine schematische Darstellung des amerikanischen Regierungssystems). Oh und natürlich eine Übersicht über die völlig abstrusen Operationsnamen, die Kitty den einzelnen Katastrophen immer gibt.

Wenn ich dann aber einmal den Einstieg in die Geschichte gefunden habe, dann schaffen es Gini Koch und ihre Protagonistin jedes Mal, mich wieder in ihren Bann zu ziehen. Kittys Abenteuer laufen zwar immer nach dem gleichen Schema ab (Megalomaniac Girl saves the day), die Autorin bringt aber immer neue Elemente mit ein, die mich nach der anfänglichen Verwirrung stehts aufs Neue faszinieren können. Irgendwie bleibt es immer spannend, actiongeladen und humorvoll und damit eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre.

Gleichzeitig bringt diese stetige Erweiterung von Personenkreis und Handlungsrahmen aber auch ein großes Problem mit sich, abgesehen von meinem schrecklichen Erinnerungsvermögen und den dadurch entstehenden Gedächtnislücken im Bezug auf Personen- und Handlungszuordnung.

Camp AlienTrotzdem, insgesamt hat mich Gini Koch mit „Camp Alien“ zum dreizehnten Mal mit ihrer Geschichte rund um Katherine „Kitty“ Katt begeistern können. Ja, die Geschichten haben ihre Schwächen, sie werden langsam aber sicher doch sehr unübersichtlich, gleichzeitig ist der Grund für diese Unübersichtlichkeit aber auch der Grund dafür, dass auch nach dreizehn Bänden noch immer Spannung aufkommt und die Serie interessant und lesenswert bleibt. Insgesamt legt Gini Koch mit „Camp Alien“ erneut mehrere hundert Seiten locker, leichte Unterhaltung mit viel Action und leichtem Verwirrungsfaktor vor. Meiner Meinung nach definitiv lesens- und empfehlenswert 😊

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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