[Reading in English] Rezension zu Romancing the Inventor von Gail Carriger

Eine eigene Geschichte, extra für Madame Genevieve „Vieve“ Lefoux, Französin, Erfinderin und generell großartige Figur aus Gail Carrigers Parasol Protectorate und Co? Ein Traum wird Wirklichkeit 😍 Mit „Romancing the Inventor“ hat Gail Carriger den ersten Band in ihrer neuen Spin-Off Serie „Supernatural Society Novellas“ vorgelegt, einer Reihe, in der die Liebesgeschichten der LGBT*-Charaktere aus Carrigers anderen Serien erzählt werden. Den Anfang macht, wie schon gesagt, Madame Lefoux, die ja in allen dreien Hauptserien der Autorin auftaucht.

„You want a good position? Marry.“
Imogene raised her eyebrows. „Positioning me on my back, yet still dusting? You’re too kind.“

Romanicing the Inventor von Gail Carriger, Seite 8

Meine Erwartungen an die Novelle waren hoch, trotz des zugegebenermaßen ziemlich grässlichen Covers, und ich muss sagen, sie hat mich nicht enttäuscht. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Imogene Hale, einer jungen Frau aus ärmlichen Verhältnissen. Während Imogenes Mutter erfolglos versucht ihre eigensinnige Tochter endlich zum Heiraten zu überreden, nimmt Imogene eine Stellung als Hausmädchen in Woolsey Castle an, in dem mittlerweile ja die Vampire um Countess Nadasdy leben – „Romancing the Inventor“ spielt zwei Jahre nach der Parasol Protectorate Reihe. Imogenes Hoffnung? Dass sie bei den skandalösen Vampiren endlich die Möglichkeit findet, ihr ‚dunkles‘ Geheimnis auszuleben, denn Imogene ist lesbisch.

Madame Lefoux ist ja eh seit ihrem ersten Auftritt in den Büchern von Gail Carriger eine meiner absoluten Lieblingsfiguren. Mit Imogene hat die Autorin das perfekte Gegenstück für sie geschaffen. Die junge Frau ist mir schnell sympathisch geworden und passt einfach hervorragend. Das beste an der Geschichte war allerdings, wie Gail Carriger all die Schwierigkeiten und Probleme dargestellt hat, mit denen Frauen wie Imogene und bis zu einem gewissen Maße auch Genevieve konfrontiert werden (wobei letztere als Franzosin ja ohnehin von Anfang an aus Sicht der feinen Gesellschaft ein hoffnungsloser Fall zu sein scheint). Außerdem hätte ich gerne so einen Wohnwagen wie Imogene ihn kriegt…

Trousers might tip everyone into madness. Trousers were a powerful weapon of chaos, if Madame Lefoux was anything to go by.

Romanicing the Inventor von Gail Carriger, Seite 110

Insgesamt war „Romancing the Inventor“ von Gail Carriger eine tolle Novelle, genau das, was ich mir davon erhofft hatte, und für eine Novelle schon ziemlich lang – und trotzdem noch immer zu kurz für meinen Geschmack. Aber zum Glück wird es ja weitere Supernatural Society Novellen geben (die nächste zu Professor Lyall und Biffy) und weitere Romane, in denen Madame Lefoux auftauchen kann.

Für Fans von…

  • LGBT Steampunk
  • Carrigers Parasol Protectorate & Co.
  • einer gewissen französischen Erfinderin

Was andere Blogger sagen:

„Das Büchlein bietet gute Unterhaltung, erwachsene Romantik (und Probleme), berittene Werwölfe und den vermutlich effizientesten Wohnwagen, den das 19. Jhrd. je gesehen hat.“

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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