[Reading in English] Rezension zu Here’s the Thing von Emily O’Beirne

Nach „Points of Departure“ ist „Here’s the Thing“ der zweite Roman, den ich von Emily O’Beirne gelesen habe. Ihre beiden ersten Romane, „A Story of Now“ und „The Sum of These Things“, liegen hier bislang noch ungelesen rum, das sollte sich aber bald ändern. Denn auch dieser Roman hier konnte mich überzeugen.

Zel – eigentlich Zelda – ist 16 und gerade mit ihren Eltern nach Sydney gezogen. Aufgewachsen ist sie in Canberra, die letzten Monate hat ihre Familie allerdings in New York verbracht. Dort hat sie in der Modelagentur ihrer Mutter Prim kennen gelernt, ein wirklich ziemlich verschrobenes Mädchen, das aber bald zu Zels bester Freundin (und ihrem Schwarm) wurde. Nur leider ist Prim jetzt einen Ozean entfernt und die Kommunikation zwischen ihnen ziemlich einseitig. Und Zel ist fest dazu entschlossen, Sydney irgendwie zu ertragen, aber bestimmt nicht zu mögen.

Wie schon „Points of Departure“ glänzt auch „Here’s the Thing“ vor allem mit seinen Charakteren – da es hier nur eine Perspektive gibt, hatte ich diesmal auch nicht das Problem, dass ihre Stimmen nicht unterschiedlich genug waren. Zel ist super sympathisch und erfrischend wenig nervig für eine Teenager-Protagonistin. Sie hat eine enge Verbindung zu ihren Eltern, die zwar beide sehr beschäftigt sind, aber trotzdem für Zel da sind wenn’s drauf ankommt und der Freiraum, den sie ihrer Tochter lassen, hat sie zu einer unabhängigen aber bodenständigen Person gemacht, die zwar noch viel lernen muss, aber für im Vergleich zu manch anderen YA-Teen-MCs sehr selbstständig ist.

Die Geschichte ist eine von unerwiderter Liebe, alten und neuen Freundschaften und der ersten richtigen Beziehung mit all ihren Hürden und Problemen. Und natürlich Familie. Erzählt wird das ganze aus Zels Sicht, mit Rückblenden auf ihre und Prims (die eigentlich Primulka heißt) Abenteuer in New York. Dabei steht Zels sexuelle Orientierung nie im Mittelpunkt, sie ist nie Gegenstand großer Diskussionen und muss nie gegen irgendwen verteidigt werden, sie ist einfach und genau das macht es so erfrischend.

Alles in allem ist „Here’s the Thing“ von Emily O’Beirne ein unterhaltsamer, gefühlvoller Jugendroman, der gleichzeitig sowohl irgendwie süß und unschuldig als auch erfrischend wenig kitschig ist. Von mir gibt es dafür auf jeden Fall eine ganz dicke Empfehlung und die beiden noch ungelesen Romane der Autorin werde ich mir sicherlich bald zu Gemüte führen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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