[Reading in English] Rezension zu Flawed von Cecelia Ahern

Ich habe schon ewig keine YA-Dystopie mehr gelesen. Und eigentlich hatte ich mir vorgenommen „Flawed“ von Cecelia Ahern ganz bestimmt nicht zu lesen – nicht nur, dass YA-Dystopien eh immer das gleiche sind, was kann schon dabei rumkommen, wenn eine Autorin, die für mich eindeutig mit seltsamer dramatischer Chick Lit, die zu schrecklichen Filmen adaptiert wird, verbunden ist, sich an diesem so gänzlich anderen Genre versucht? Und ja, ich habe Vorurteile, das weiß ich selbst. Irgendwie konnte ich „Flawed“ aber nicht entkommen und zu meiner großen Überraschung hat es sich als gar nicht so schlecht herausgestellt.

Die 17jährige Celestine (deren Namen ich bereits wieder vergessen hatte) lebt in einer Gesellschaft, in der sich neben der Regierung noch eine weitere Institution etabliert hat: Die Gilde. Diese soll die Gesellschaft frei von „flawed“, fehlerhaften, Bürgern halten – Menschen, die lügen, andere täuschen oder sich sonst wie gegen die Gesellschaft und die Gilde stellen. Diese Menschen werden gebrandmarkt, mit einem F auf der rechten Hand für Diebstahl, auf der Stirn für Täuschung, über dem Herzen für Verrat und auf der Fußsohle fürs Aus-der-Reihe-tanzen. Oder so. Meine Erinnerungen an den Roman sind schwammig.

Denn für mich war „Flawed“ eins dieser Bücher, die zwar mit einer spannenden Idee daher kommen und auch mit einem super Schreibstil, sodass man sie am Stück weglesen kann, aber gleichzeitig sehr flach und ebenmäßig sind, nichts sticht wirklich heraus, es gibt keine super spannenden Szenen, keine super schrecklichen und alles, was nicht so wirklich interessant ist, kann man einfach überfliegen… Ich bin mir relativ sicher, ich habe sehr viele Dialoge, besonders zwischen Celestine und Art, nur quergelesen. Und andere Szenen wohl auch. Daher die lückenhafte Erinnerung an Details der Handlung.

Wie gesagt, der Roman ist nicht schlecht geschrieben, er hat auch eine super Idee und einige tolle Szenen. Aber er ist gleichzeitig eigentlich auch ziemlich langweilig. Wäre ich nicht genau in der richtigen Stimmung gewesen, um ihn zu lesen (leicht verzweifelt auf der Suche nach irgendwas, das sich mal eben schnell zwischendurch lesen lässt), ich hätte ihn wahrscheinlich nach den ersten Kapiteln abgebrochen. Es passiert handlungstechnisch relativ wenig, konkrete Action gibt es bis auf einige wenige Szenen gar nicht und die Protagonistin ist nicht unbedingt… naja, sie ist eigentlich alles andere als interessant.

Alles in allem war Cecelia Aherns „Flawed“ ein Roman, der mich in dem Moment, in dem ich ihn gelesen habe, zwar durchaus fesseln konnte, aber nachdem ich einmal die Möglichkeit hatte, darüber nachzudenken, was genau ich da eigentlich innerhalb weniger Stunden verschlungen hatte, hat die Begeisterung doch stark nachgelassen. Ich denke aber, den zweiten Teil werde ich trotzdem lesen, vorausgesetzt ich habe das Buch bis dahin nicht komplett wieder vergessen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “[Reading in English] Rezension zu Flawed von Cecelia Ahern”

  1. Hallöchen Hannah! 😀

    Also ich liebe Aherns Bücher, da gab es hin und wieder Ausnahmen, die ich nicht so gern mochte, aber naja. Jedenfalls bin ich gespannt wie Flawed auf Deutsch ist und werde es demnach irgendwann, wenn mal mein Bücherstapel weniger geworden ist, lesen. 😀

    Danke für deine kritische Rezi!
    Liebe Grüße
    Sarah

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