[Reading in English] Rezension zu The Secret of Sleepy Hollow von Andi Marquette

„The Secret of Sleepy Hollow“ von Andi Marquette ist die zweite von bislang drei lesbischen Nacherzählungen bekannter Geschichten – die erste war das Märchen-Mashup „Als die Mädchen zu Wölfen wurden“ von Nino Delia, die dritte „The Bureau of Holiday Affairs“ von Andi Marquette, eine moderne Version der Weihnachtsgeschichte von Dickens. Ich habe die drei Bücher nicht in richtiger Reihenfolge gelesen, dieses hier kam als letztes dran und es war auch tatsächlich das, mit dem ich am wenigsten anfangen konnte.

Vielleicht liegt es daran, dass mir auch nach einer (oder drei) Staffeln Bingewatching Sleepy Hollow die Legende von Sleepy Hollow weit weniger bekannt, verständlich und zugänglich ist als die Märchen, mit denen ich aufgewachsen bin, und Dickens Weihnachtsgeschichte, die in unterschiedlichsten Versionen (vor allem aber der der Muppets) für mich zur Weihnachtsroutine gehört. Vielleicht ist es auch einfach nur nicht so ganz mein Thema oder die Geschichte ist schlicht und ergreifend nicht so gut wie die anderen beiden (die Rezension zu den Holiday Affairs folgt übrigens morgen!).

So oder so, ich habe mich mit „The Secret of Sleepy Hollow“ ziemlich schwer getan. Erst bin ich nicht in die Geschichte hinein gekommen, weder die Aussicht auf ein Remake der Sleepy Hollow Legende, noch die Charaktere konnten mich wirklich fesseln und auch nachdem ich mich dann einmal einigermaßen mit der Handlung angefreundet hatte, wollte der Funke einfach nicht überspringen und meine Begeisterung hat sich in Grenzen gehalten. Es war einfach nicht meins. Die Charaktere nicht und die Handlung auch nicht.

Dabei war der Roman an sich nicht schlecht gemacht, der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen, Abby und Kate waren realistische, dreidimensionale Charaktere, auch wenn sie mich völlig kalt gelassen haben. Und soweit ich das beurteilen kann – die einmalige Lektüre von Irvings Erzählung und die bereits erwähnten drei Staffeln der Serienadaption sind nicht unbedingt die beste Grundlage dafür -, kennt sich Marquette auch bestens mit der Legende aus und versteht es durchaus diese in den neuen Rahmen einzubetten.

Trotzdem, „The Secret of Sleepy Hollow“ von Andi Marquette war einfach nicht meins. So gut das Buch technisch und theoretisch auch gewesen sein mag, ich konnte nicht wirklich viel damit anfangen. Dafür fand ich die anderen beiden Teile der „Twice Told Tales“ um so besser. Und für Menschen, die mehr Begeisterung für Sleepy Hollow aufbringen können, ist vermutlich auch dieser Roman ausgesprochen lesenswert.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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