Vom Buch zum Film: Die Sache mit den Literaturverfilmungen

Sie liegen total im Trend: Buchverfilmungen, oft als Film, seit einiger Zeit aber auch immer häufiger als Serie. Früher mal war ich der Meinung, dass Buchverfilmungen das ultimative Böse sind und von Natur aus nicht gut sein können und wenn man sie überhaupt schaut, dann auf gar keinen Fall bevor man nicht das zugehörige Buch gelesen hat. Ich muss ehrlich sagen, dieser Meinung bin ich mittlerweile nicht mehr, stattdessen finde ich es zunehmend interessant zu sehen, was da so alles über die Leinwände und Bildschirme flimmert. Und folgende Adaptionen sind mir in letzter Zeit besonders aufgefallen:

Ich bin ja vor allem ein Fan von Serien, irgendwie kann ich damit mehr anfangen als mit Filmen, vielleicht liegt es daran, dass ich das ganze meist als Hintergrundrauschen missbrauche und dann einfach nicht die Aufmerksamkeit aufbringen kann, die für einen anderthalb stündigen Film nötig wäre, während 20-50 minütige Serienfolgen sehr viel besser für sowas geeignet sind. Filme schaue ich wenn für gewöhnlich nur bei Filmabenden mit Freunden und dann vergeht meist der Großteil der Zeit mit Diskussionen, welchen Film wir überhaupt schauen sollen 😁 Daher erstmal was zu Serien:

Vom Buch zum FIlm ShadowhuntersGestern erst habe ich die ersten beiden Folgen der neuen „Shadowhunters“-Serie geschaut und ich muss sagen, ich fand sie noch schrecklicher als schon den „Chroniken der Unterwelt: City of Bones“-Film, der mich ja schon so gar nicht begeistern konnte. Mein ‚Problem‘ mit der Serie war sogar sehr viel weniger die Tatsache, dass sich die Macher einige Freiheiten mit der Adaption genommen haben, sondern hauptsächlich meine Abneigung gegenüber den Schauspielern, die ich einfach nicht mochte – oder im Fall von Dominic Sherwood, der Jace spielt, reichlich unattraktiv fand, während Katherine McNamara, Clary, denkbar langweilig war.

Vom Buch zum FIlm The Shannara ChroniclesEin paar Tage zuvor habe ich allerdings die ersten Folgen von „The Shannara Chronicles“ gesehen, der Adaption der gleichnamigen Fantasy-Romanreihe von Terry Brooks. Die Bücher habe ich bislang noch nicht gelesen, die Serie hat mich aber total neugierig darauf gemacht, denn ich fand sie erstaunlich gut (was möööglicherweise nicht zuletzt an den schicken Outfits der Elfenprinzessin Amberle (Poppy Drayton) gelegen hat 😃 Austin Butler spielt übrigens den Halbelfen Wil und Manu Bennett den Druiden Allanon). „Die Shannara-Chroniken: Elfensteine“ steht daher ganz oben auf meinem Wunschzettel und auch die Serie werde ich weiter verfolgen und bin dann gespannt, wie sich die beiden wohl unterscheiden mögen.

Vom Buch zum Film The 100Eine Serie, die ich eigentlich schon längst mal hatte weiterschauen wollen, bei der mir die Buchvorlage aber irgendwie die Motivation geraubt hat, ist „Die 100“ von Kass Morgan – denn da fand ich den Roman so unglaublich langweilig, dass ich mich nicht mehr dazu aufraffen konnte, die Serie weiter zu schauen, obwohl ich die eigentlich ganz interessant fand… Und mittlerweile weiß ich beim besten Willen nicht mehr, wie weit ich mit der Serie war und kann eben nicht mehr die Motivation aufbringen, herauszufinden bis zu welcher Folge ich es geschafft hatte – und die ersten Folgen nochmal anschauen mag ich auch nicht, so gut hat mir die Serie dann definitiv doch nicht gefallen 😅

Ach so, und ja, ich habe tatsächlich die Film- bzw. ja Serienausgaben der Romane – die Romane von Cassandra Clare habe ich auch in der englischen Originalausgabe, „Die 100“ wäre es mir aber definitiv nicht wert Geld in eine schönere Ausgabe zu investieren und bei den Büchern von Terry Brooks warte ich erstmal ab, wie sie mir überhaupt gefallen und entscheide dann, ob ich mir noch das Original zulege 😉

Es gibt natürlich noch massenweise weitere Serien, die auf Büchern basieren und die schaue bzw. geschaut habe, angefangen mit den Adaptionen von Candance Bushnells „Sex and the City“, die erste auf einem Buch basierende Serie, die ich bewusst als solche wahrgenommen habe, oder „Bones“ und „Rizzoli & Isles“, die auf ja auf Krimireihen von Kathy Reichs und Tess Gerritsen basieren, über „Game of Thrones“, das ich nach den ersten zwei Staffeln nicht mehr weiter geschaut habe (allerdings habe ich auch den aktuellsten Band nicht mehr gelesen) oder Netflix‘ „Orange is the new Black“, von dem ich allerdings bis eben nicht wusste, dass es auf einem Buch basiert, bis hin zu BBCs grandioser modernen Version von Sir Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“.

Und dann sind da noch diese Serien, bei denen ich schon die Romanvorlagen so trashig fand, dass ich nicht anders konnte, als mir zumindest die ersten Folgen der Serien anzuschauen, nur um dann festzustellen, dass mir die dann doch wirklich schrecklich finde – dazu gehören z.B. die auf L.J. Smiths basierenden „Vampire Diaries“, die auf den gleichnamigen Romanen von Melissa de la Cruz basierenden „Witches of East End“, „Bitten“, das auf der „Otherworld“-Serie von Kelley Armstrong basiert, und, und, und… Aber genug davon, weiter zu den Filmen:

Vom Buch zum Film CarolVom Buch zum Film Der kleine PrinzZwei Literaturverfilmungen, die ich erst kürzlich gesehen habe, sind „Carol“ und „Der kleine Prinz“. Erstere basiert auf dem teilweise autobiographischen Roman „Salz und sein Preis“/“Carol“ von Patricia Highsmith und ist absolut großartig, mit Rooney Mara und Cate Blanchett in den Hauptrollen. Die animierte Version von Antoine de Saint-Exupérys Klassiker hingegen konnte mich nur halb überzeugen, denn auch wenn mir die leicht modernisierte Adaption in der Theorie gut gefallen hat, war sie teils sehr kitschig und die Synchronsprecher nicht meins.

Und dann sind da natürlich noch die Filme, auf die ich mich dieses Jahr, trotz meiner generell eher geringen Begeisterung für Filme, doch sehr freue:

Vom Buch zum Film Die Insel der besonderen KinderDer eine ist „Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children“, die Adaption von Ransom Riggs‘ „Die Insel der besonderen Kinder“, auf die ich mich schon wahnsinnig freue, obwohl mir der zweite Roman der Serie, „Die Stadt der besonderen Kinder“, nicht mehr so gut gefallen hat. Aber egal, der erste Roman war wirklich großartig und außerdem führt Tim Burton Regie 😍 Am 25. Dezember kommt der Film in den USA in die Kinos, wann er auch hier in Deutschland über die Leinwände flimmern wird, ist soweit ich weiß noch nicht bekannt – allerdings werde ich ihn mit 99% Wahrscheinlichkeit sowieso nicht auf Deutsch schauen, weil wieso sollte man sich die meist weit weniger als mittelmäßigen Synchronisationen antun?

Vom Buch zum Film Alice im Wunderland Hinter den SpiegelnWeiter geht es mit einer Fortsetzung: Nach Disneys Spielfilm Remake von „Alice im Wunderland“ kommt am 26. Mai „Alice hinter den Spiegeln“ in die deutschen Kinos, erneut mit Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway, allerdings mit James Bobin anstelle von Tim Burton als Regisseur – der ist stattdessen als Producer mit an Bord. Ich bin allein schon deshalb sehr gespannt auf den Film, weil ja bereits der erste Film von 2010 Elemente aus beiden Teilen des Klassikers von Lewis Carroll gemischt hat…

Vom Buch zum Film Disney RealverfilmungenUnd wo wir schon mal bei Disney sind, da gibt es direkt noch ein paar Spielfilm-Remakes bekannter Disney-Klassiker: Nach „Alice im Wunderland“ und „Maleficient“ – die ich beide ziemlich gut fand -, kam ja letztes Jahr auch „Cinderella“ in die Kinos – ein Film, den ich definitiv noch sehen will – und dieses Jahr ist die Disney-Spielfilm-Version von Rudyard Kiplings „Das Dschungelbuch“ dran – kommt am 14. April in die deutschen Kinos, aber allein wegen der Songs möchte ich die englische Version sehen. Der Disney-Spielfilm, auf den ich mich aber am meisten freue, erscheint erst 2017: „Die Schöne und das Biest“ mit Emma Watson als Belle 💖

Vom Buch zum Film Stolz und Vorurteil und ZombiesIch bin ja eigentlich überhaupt kein Fan von Horror-irgendwas, von Zombies oder ähnlichem. Aber Seth Grahame-Smiths „Stolz und Vorurteil und Zombies“ fand ich total klasse und dieses Jahr, am 21. April, kommt die Verfilmung der  Horrorparodie von Jane Austens wohl bekanntestem Klassiker in die Kinos – und ich muss zugeben, ich bin ein Fan von Jane Austen Verfilmungen und ähnlichem, all dieses Drama, die tollen Kostüme und dazu noch die britischen Akzente 😁 Und in dieser Variante tragen die Bennet-Schwestern Dolche im Strumpfband und wissen wie man mit Schwertern und Pistolen umgeht – klingt definitiv nach einem Film, den ich unbedingt sehen muss und zwar erneut unbedingt auf Englisch!

Vom Buch zum Film Sieben Minuten nach MitternachtVom Buch zum Film Die fuenfte WelleZwei Filme, bei denen ich mir noch nicht sicher bin, ob ich sie wirklich sehen möchte, sind Patrick Ness‘ und Siobhan Dowds „Sieben Minuten nach Mitternacht“ – der in den USA, Großbritannien und den Niederlanden zwar schon im Oktober erscheint, in Deutschland aber wohl erst im Januar 2017 in die Kinos kommt – und die Verfilmung von Rick Yanceys „Die 5. Welle“. Bei ersterem bin ich mir nicht sicher, ob der Film auch nur ansatzweise mit dem Buch mithalten kann, bei letzterem konnte mich das Buch einfach nicht so sehr überzeugen…

Wie sieht das bei euch aus? Schaut ihr gerne Buchverfilmungen oder steht ihr ihnen total skeptisch gegenüber? Habt ihr Lieblingsfilme und/oder -serien, die auf Büchern basieren oder solche, die ihr ganz schrecklich findet? 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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