Reimagining my blogging style oder Wenn die Luft raus ist

blogarbeit-im-urlaubHallo Lovelies!

In den vergangenen Monaten ist irgendwie der Wurm drin. Jedes mal, wenn mich die Motivation zum Bloggen packt, ist sie kurz drauf wieder verschwunden und es vergehen Wochen oder Monate, ohne dass sich hier irgendetwas tut. Und das ist schade, denn ich mag meinen Blog eigentlich nach wie vor und habe mittlerweile so viel Arbeit hier investiert, dass ich ihn eigentlich nicht einfach so verkommen lassen will.

Trotzdem hat es in letzter Zeit einfach nicht richtig gepasst. Meine eigenen Beiträge haben mir nicht mehr gefallen, das Rezensionen Schreiben war fürchterlich lästig, die Social Media Kanäle sind mir auf die Nerven gegangen. Warum? Ich denke, hauptsächlich deshalb, weil sich das Gefühl eingeschlichen hatte, dass ich mich an einen bestimmten Zeitplan zu halten habe, eine Pflicht erfüllen muss, diese und jene Beiträge dann und genau dann gepostet werden müssen.

Dabei ist für mich weniger das Problem gewesen, bestimmte Dinge an bestimmten Wochentagen zu posten, als vielmehr das leidige Pflichtgefühl, das jede Woche tun zu müssen. Das habe ich dann immer mal ein paar Wochen durchgehalten und danach war Schluss und es kam gar nichts mehr. Das funktioniert also nicht und darauf habe ich auch keinen Bock mehr.

Was bedeutet das für den Blog? Das bedeutet, dass es nur noch Artikel gibt, wenn ich dazu Lust habe. Nicht mehr sechs Rezensionen die Woche, bleiben halt hier und da ein paar Titel unrezensiert oder ich mach hin und wieder eine Reihe Kurzrezensionen, wer weiß. Aber sechs Rezensionen die Woche wird es definitiv nicht mehr geben. Stattdessen gibt es zwar weiterhin eine Art Wochenplan – weil ich einfach auf Listen und Pläne stehe und die Struktur dann doch brauche -, aber gefüllt wird der nur, wenn ich die Zeit und Lust habe, etwas entsprechendes zu Schreiben.

Es wird also in Zukunft vielleicht Wochen geben, in denen gibt es fünf Beiträge, ebenso aber vielleicht auch Wochen, in denen es nur ein oder zwei Posts schaffen. Nur das wochenlange Totalschweigen wird es so in Zukunft hoffentlich nicht mehr geben. Mein neuer Wochenplan, frei nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“:

wochenplan

  • Die Rückblicke der Projekt Wunschgewicht Reihe will ich definitiv weiterführen – allerdings weiß ich noch nicht, ob ich das wie anfangs wöchentlich oder vielleicht doch lieber monatlich oder auch unregelmäßig nach Lust und Laune mache. Es wird sie aber definitiv geben!
  • Dienstag bis Donnerstag werden die Tage sein, an denen ich Rezensionen veröffentlichen werde – sofern ich denn welche habe. Mittwoch ist dabei für Reading in English Beiträge reserviert, dienstags und donnerstags gibt es Rezensionen zu Sachen, die ich auf Deutsch gelesen habe – mit kleinen Änderungen, mehr dazu weiter unten 😉
  • Weil ich so oder so und selbst wenn ich nicht für jeden der anderen Tage einen Post schreibe, Zeit zum Schreiben und Planen brauche, ist der Freitag erstmal frei. Sollten sich Themen auftun, zu denen ich gerne was schreiben würde – und wer mein Blog schon kennt, weiß, dass das sehr selten der Fall ist -, werden diese freitags als [RandomGeblubber] gepostet
  • Und die Vorhersage fürs Wochenende: Es wird wechselhaft! Samstags wird es die gelegentlichen Queergelesen-Posts geben, wenn ich mal wieder einen Haufen Feel-Good-👭-Romanzen verschlungen habe oder auch Comic und Graphic Novel Besprechungen in der neuen Kategorie >1000 Worte
  • Auch sonntags soll es, wenn es Posts gibt, wechselnde Sachen geben: Zum einen würde ich super gerne meine Interview-Reihe wiederbeleben, diesmal vielleicht sogar nicht nur mit Autoren sondern auch Verlagsmenschen und Bloggern, zum anderen werde ich den Sonntag nutzen um gelegentliche Rezensionen aus dem Bereich DIY&Kochbuch zu posten

lesen-reloadedTja, so viel zum neuen Wochenplan, der ganz nach Lust und Laune mit Posts gefüllt werden wird. Wie ihr sehen könnt, habe ich die Rezensionen in mehrere Themenkategorien unterteilt, die auch jeweils leicht unterschiedliche Strukturen haben werden. Den Grundstein für diese Änderungen legt allerdings mein angepasstes Leseverhalten, denn ich habe mich endlich mal dazu durch gerungen, meine Freizeitlektüre mit ähnlichen Hilfsmitteln zu bearbeiten, wie es bei meinen Unilektüren völlig selbstverständlich ist: Ab sofort gehören Textmarker, Haftmarker und Notizbuch zur Lesegrundausstattung! Und ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, wieso ich mich immer so geziert habe, es macht erstaunlich viel Spaß in meinen Büchern rumzumalen. Das wird hoffentlich auch Auswirkungen auf die Qualität der Rezensionen haben, auf jeden Fall aber auch ein wenig Einfluss auf ihr Aussehen nehmen:

Die Rezensionen (normale Rezensionen und Reading in English Beiträge) sollen in Zukunft einzelne Zitate enthalten – abhängig von Buch und Länge der Rezension ein bis drei Stück. Außerdem werde ich wohl die Fotos, die ich von dem Buch auf Instagram poste, auch in den Beitrag packen. Die größte Änderung ist aber wohl, dass ich absofort gerne die Rezensionen anderer Blogger zu dem Buch unter meiner Rezension verlinken würde. Natürlich nicht alle, die sich da so in der weiten Blogosphäre rumtreiben, sondern nur die ersten 2-4 über die ich stolper – oder die hier schreien. So ungefähr soll das aussehen:

was-andere-blogger-sagen-blogfeature

Ich werde einfach immer, wenn ich eine Rezension schreibe, kurz googlen und bei Twitter nachfragen und die ersten Rezensionen die ich finde – und die auf Blogs mit einem vollständigen Impressum erschienen sind -, verlinken. Sollte ich vorab keine Rezensionen finden obwohl ihr eine veröffentlicht habt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar da lassen – Hauptsache, euer Impressum ist komplett (und das sage ich, weil ich schon bei der Recherche für die ersten drei Titel die Hälfte der gefundenen Blogs gar nichts oder nur den Namen im Impressum hatten).

Diese Verlinkungen sollen auch unter den Rezensionen aus dem Bereich DIY&Kochbuch und >1000 Worte erscheinen. Ansonsten sollen die vor allem mehr Fotos erhalten – erstere von meinen Versuchen die Dinge, um die es im Buch geht, umzusetzen, sei es Handlettering oder Französische Küche, und letztere von den Illustrationen, damit man ein Gefühl dafür bekommt. Außerdem werden zumindest die Comic-Rezensionen wohl immer mehrere Bände umfassen, statt jeden Band einer Serie einzeln zu rezensieren.

Tja, und der Rest ist noch in der Entwicklungsphase. Ich werde erstmal die alten Interviews überarbeiten und dann anfangen, neue anzufragen – vor allem erstmal Autoren, dann aber wie gesagt vielleicht auch den einen oder anderen Verlagsmensch und sollten irgendwelche Blogger Lust haben – meldet euch einfach 😘

 

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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8 Kommentare zu “Reimagining my blogging style oder Wenn die Luft raus ist”

  1. Huhu Hannah,

    es gibt ja nichts Schlimmeres, als wenn das Bloggen zur Arbeit wird. Ich finde es ganz richtig, dass du da jetzt die Notbremse ziehst… es soll ja Spaß machen und kein Stress sein. Ich finde es sowieso krass, wie viele Beiträge du pro Woche so raus haust. Wann schreibst du die bitte alle? o.0

    Ich hoffe, dass du dich ein wenig in einen neuen Rhythmus einarbeiten kannst und die richtige Frequenz für dich findest! 🙂

    Liebe Grüße
    Sas

    1. Hey Sas,

      ähm, ganz ehrlich? Die meisten sind tatsächlich während irgendwelcher Vorlesungen entstanden 😅
      Aber in Zukunft wird halt nur noch rezensiert, was passt und der Rest verschwindet halt so wieder im Regal oder wo auch immer. Und die restlichen Beiträge kommen ganz wie ich Zeit und Lust habe – aber die Abwechslung zu den „08/15“-Rezensionen ist eigentlich was, was ich schon länger mal wollte. Nur ohne Plan läuft bei mir gar nichts und ich hoffe jetzt, dass dieser klare Wochenplan, den ich füllen kann aber nicht muss, ein guter Ansatz für einen Kompromiss mit mir selbst ist 😁

      Ganz liebe Grüße
      Hannah

    2. Ts ts ts, sollst du da nicht aufpassen? 😉
      Ich muss aber zugeben, dass ich im Büro zwischendurch auch immer mal wieder ein paar Wörter tippe, wenn nichts zu tun ist. Ich darf mich nur nicht erwischen lassen 😉

      Ganz ehrlich: man muss ja auch nicht jedes einzelne Buch rezensiere. Und ich kenne keinen Blogleser, der wirklich jeden Tag einen Post erwartet. Das ist im Grunde doch auch Irrsinn! Und bei mir ist es auch so, dass es Bücher gibt, die ich gar nicht wirklich rezensieren kann, weil ich keine Gefühle dafür entwickelt habe oder es einfach so durchschnittlich war, dass ich am Ende schon wieder vergessen habe, wie es anfing.

      Ich drücke dir die Daumen, dass sich das so entwickelt, dass es dich glücklich macht 😀 Bloggen ist und bleibt ja ein Hobby 😀

    3. Natürlich muss man das nicht und natürlich erwartet das auch keiner – außer mir selbst 😆 Immerhin habe ich mit diesem Blog angefangen, um mir merken zu können, was ich so alles lese und wie ich es fand. Aber ich muss ja beim besten Willen nicht alles ausformulieren und pack den Rest einfach in Stichpunkten bei Goodreads rein 🙂
      Und danke dir!

  2. Hey Hannah, die Tatsache, dass du in Pogum diese inneren Einsichten formuliert hast gibt mir ein Gefühl von „GUT SO“! Mach ne Spur langsamer bzw. separiere das Wichtige vom Unwichtigen.. Nur so kannst du die Freude an der Sache bewahren, oder? Und mal davon abgesehen: Das mit den erhöhten Erwartungen an sich selbst kommt mir irgendwie bekannt vor! Bringt aber nix außer innerem ständigem Überholvorgang von rechts und entsprechender Atemlosigkeit, die man nur selbst regulieren kann… Siehe „Puls-App“… Uti

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