Rezept: Cuor di mela – italienische Apfelherzen

Als mein Bruder und ich noch Kinder waren, sind wir jeden Sommer mit unseren Eltern in den Urlaub gefahren – meist nach Italien. Und wenn man schon in einem Land mit einer Esskultur wie Italien ist, dann muss man natürlich bevor der Urlaub zu Ende ist auch mal ein paar Vorräte kaufen, um ein bisschen kulinarisches Urlaubsfeeling mit nach Hause zu nehmen. Für meinen Bruder und mich war das absolut Highlight beim Einkaufen immer der Teil mit den Keksen. Denn neben Nudeln, Wein und was auch immer unsere Eltern noch so gekauft haben, haben wir auch immer mehrere Packungen von Mulino Bianco Keksen mitgenommen und mein Bruder und ich durften uns jeder eine eigene Packung aussuchen – der Rest wurde von meiner Mutter strengstens rationiert 😉

Meine absoluten Lieblingskekse waren dabei immer die Cuor di mela, Apfelherzen. Und als ich vor einer ganzen Weile mal einen Haufen Äpfel übrig hatte und auf der Suche nach einem Rezept war, um sie zu verbacken, bin ich zufällig auf ein Rezept gestoßen, dass sich Cuor di mela nannte, italienische Apfelherzen. Es ist definitiv keine 1:1 Umsetzung der Mulino Bianco Kekse, aber es ist ein verdammt leckres Rezept – und das, obwohl es so simpel ist. Und weil die Winterkatze gerne wissen wollte, was für Kekse das genau sind, deren Bild ich da vorhin auf Instagram gepostet habe, kommt ihr jetzt alle in den Genuss meiner leicht angepassten Version des Rezepts 😀

Cuor di mela © Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Zutaten für 20-25 große Apfelherzen:
(man kann aber genau so gut auch 40-50 kleine daraus machen oder das Rezept halbieren)

Für den Teig:

  • 250g Butter
  • 250g Zucker
  • 3 kleine oder 2 große Eier
  • Mark einer Vanilleschote
  • 550g Mehl
  • 2TL Backpulver

Für die Füllung:

  • 5-6 Äpfel, wer mag, kann auch einen Teil durch Birnen ersetzen
  • 1EL Apfelkraut (im Original sind es 3EL Honig, aber a) mag ich keinen Honig und b) wollte ich die Apfelmasse lieber sauer statt süß haben, wer mag kann natürlich auch normalen Zucker nehmen)
  • 2TL Zimt (die Kekse schmecken zwar auch ohne, meiner Meinung nach macht Zimt aber alles – und gerade Äpfel – nochmal ein ganzes Stück leckerer)

Butter, Zucker, Eier und Vanille mit einer Gabel zu einer halbwegs glatten Creme verarbeiten – ich habe übrigens statt frische Vanille zu nehmen 50g des Zuckers durch selbstgemachten Vanillezucker ersetzt. Danach Mehl und Backpulver mit der Creme verkneten, eventuell etwas Mehl dazu geben, bis man einen festen, glatten Teigklumpen hat. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.

Die Äpfel (und/oder Birnen) schälen und in Stücke schneiden und mit dem Kraut und Zimt in einen Topf geben. Die Äpfel bei mittlerer Hitze solange kochen, bis sie weich werden und man sie mit einer Gabel zermatschen kann. Wie stückig die Masse am Ende noch sein soll, bleibt jedem selbst überlassen, man kann die Äpfel auch zu Mus kochen, dann muss man aber eventuell zwischendurch etwas Flüssigkeit abgießen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und kreisrunde Plätzchen ausstechen – ich habe dafür einen Becher mit 8-9cm Durchmesser genommen. Immer einen Teigkreis auf das Backblech legen, einen Esslöffel Apfelmasse draufgeben und einen zweiten Teigkreis darüber legen und am Rand festdrücken.

Die Apfelherzen brauchen etwa 10-15 Minuten im Ofen, so lange bis sie an den Rändern goldbraun werden. Rausholen, zum Abkühlen auf ein Rost legen und die nächste Fuhre in den Ofen schieben 😉 Da eigentlich immer etwas Teig übrig bleibt – nicht zuletzt, weil ich gerne schon mal während des Plätzchenausstechens den einen oder anderen Löffel Apfelmasse nasche – verarbeite ich den Rest zu ganz normalen Butterplätzchen. Einfach die Lieblingsförmchen rausholen und Kekse ausstechen, die brauchen dann aber nur noch 3-5 Minuten im Ofen.

Cuor di mela © Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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3 Kommentare zu “Rezept: Cuor di mela – italienische Apfelherzen”

  1. Ganz vielen lieben Dank für das Rezept! Die Kekse klingen einfach köstlich! Ich werde sie bestimmt in den nächsten Wochen mal ausprobieren – für das kommende Wochenende steht allerdings erst einmal eine Apple Tarte auf der Backliste. 😉 Wie lange halten sich die Kekse eigentlich? Hast du damit Erfahrung? Vielleicht sollte ich erst einmal ein halbes Rezept ausprobieren … *grübel*

    1. Sagen wir so, ich habe noch nie welche wegschmeißen müssen, weil sie zu lange irgendwo rumstanden 😀 Aber das könnte auch daran liegen, dass sie nie besonders lange überleben 😉 Also besser erstmal das halbe Rezept ausprobieren ^^

      LG

    2. Auch wenn es endlos lange gedauert hat, ich habe endlich heute mal das Rezept ausprobierte! Du hast recht, die Kekse sind sehr lecker. Wobei ich die Äpfel eindeutig zu sehr eingekocht habe, so dass die Füllung nach dem Backen sehr an Apfelmus erinnert. Ein paar Stückchen hätten den Plätzchen bestimmt gut getan, aber das kann ich ja dann beim nächsten Mal versuchen. 😀

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