An Apple a Day… oder Gläserweise Apfelmus 🍎

© Hannah Rautenberg
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Ich liebe Äpfel! Knackig und sauer als Snack für zwischendurch, als köstlich duftende Bratäpfel und natürlich im Kuchen! Apfelkuchen in allen Variationen, ob mit Schmand, Streuseln, Rosinen, Zimt, Mohn, Nüssen, oder, oder, oder – immer ein Genuss!

Aber als mein Vater am Wochenende 5kg Lageräpfel mit dem Kommentar „Die müssen schnell verarbeitet werden“ in die Küche gestellt hat und dann seines Weges gegangen ist, ging meine erste Reaktion ja doch eher in Richtung „WTF?!“ – Ich meine, was genau soll man denn mit einer Kiste voller Äpfel anfangen, von denen die allermeisten schon recht mehlig sind? Zu mehlig fürs Backen und zum direkt Essen sowieso…

Bleibt nur noch eine Möglichkeit: Ab in den Kochtopf  damit! Immerhin ist Apfelmus auch etwas ganz Feines 😋

© Hannah Rautenberg
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Gesagt, getan – ich habe fleißig entkernt, geschält (war bei den Lageräpfeln leider nötig, bei frischen Äpfeln lasse ich die Schale einfach dran), geviertelt und alles in den größten Topf geschmissen, den ich in Vaters Küche finden konnte. Da die Äpfel durch die lange Lagerung schon ziemlich trocken waren, habe ich relativ viel Flüssigkeit zugeben müssen, Zitronensaft muss allen der Farbe wegen eh rein und in diesem Fall hatte ich noch ein paar Orangen, die ich ausgepresst und zu den Äpfel gegeben habe. Alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel erhitzen und dann hieß es warten, rühren und gelegentlich mal mit dem Kartoffelstampfer im Topf rumstochern, bis die Konsistenz stimmt – ich mag es am liebsten, wenn das Mus noch ein wenig stückig ist, aber man kann es natürlich auch kochen, bis es komplett matschig ist oder es sogar pürieren – Alles Geschmackssache!

© Hannah Rautenberg
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Da ich grundsätzlich keinen Zucker ins Apfelmus gebe und sämtliche Gefrierschränke im Haus notorisch überfüllt sind, stellte sich die Frage, was ich mit dem Monstertopf Mus mache, weil so schnell kriegt das dann doch keiner aufgegessen. Für Experimente bin ich ja immer zu haben, also habe ich die Weckgläser aus dem Schrank gekramt, die ich mir eigentlich mal für Kuchen im Glas gekauft hatte, und nach eingehender Recherche im Internet habe ich das Mus in die Gläser verfrachtet (eine Hälfte mit Cranberries, die andere mit Birne verfeinert), Gummiring und Deckel drauf, mit Klammern befestigt, 2cm Wasser in die Fettpfanne, Gläsern reinstellen und bei 180°C in den Ofen, bis Bläschen im Mus aufsteigen, dann den Ofen aus und 30 Minuten warten, bevor man die Gläser zum vollständigen Abkühlen auf ein Rost stellt – hat funktioniert!

Ich bin zugegebenermaßen ziemlich begeistert von meinem eingeweckten Apfelmus – jetzt bleibt nur noch die Frage, wie länge es wohl hält, aber solange wir es aufgegessen bekommen, bevor es verdirbt, wäre das ja schon nicht schlecht 😅

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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