Projekt Wunschgewicht Woche 2: Punkte, Schritte und Schäfchen zählen

In der neuen „Projekt Wunschgewicht“-Kategorie erzähle ich euch Woche für Woche etwas von meinem Abenteuer Abnehmen, hin zum Normgewicht (oder zumindest so da in die Nähe).

Die vergangene Woche war etwas stressig, in der letzten Vorlesungswoche stand nochmal jede Menge Organisatorisches und die eine oder andere Prüfung an. Dummerweise habe ich jetzt keine Ferien, stattdessen habe ich diese und nächste Woche noch zwei Blocksemiare… Tja, kannste nix machen, irgendwann will ich ja doch mal mit diesem Studium fertig werden. Immerhin war das letzte Wochenende dafür umso lustiger, denn da ging es ab nach Ostfriesland, nach Pogum um genau zu sein. Da gab es nicht nur Schäfchen satt, sondern auch Sonne – und zwar ein bisschen zu viel davon, denn ich bin jetzt doch ziemlich gut gegrillt und dem ernsthaften Sonnenstich nur knapp entkommen.

Bewegung

© Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
Damit wären wir auch direkt beim ersten Punkt des Flashbacks: Der Bewegung. Während die Woche wirklich überraschend gut angefangen hat, denn irgendwie habe ich Montagabend wider Erwarten noch die Energie für die fehlenden 5.000 Schritte gefunden, ging es danach erstmal bergab. Das lag zum einen daran, dass ich echt Muskelkater hatte, zum anderen aber vor allem am Wetter: Bei Temperaturen über 30° C und dazu passendem Sonnenschein kriege ich quasi schon beim Gedanken an Bewegung erste Anzeichen eines Hitzschlags. Als ich mich Montag auf den Weg gemacht habe, war es schon wieder abgekühlt, die Sonne ging langsam unter und große Teile meiner Strecke lagen im Schatten. Dienstag habe ich dann auf den Gruppenzwang gehofft – leider vergeblich -, denn da hieß es auf zum gemeinsamen Pokémon Fangen am Kemnader See. Bei dem Wetter war die geplante Seeumrundung dann allerdings nicht drin, die 10.000 Schritte trotz mitternächtlichem Panik-Irrlauf zur Bahnhaltestelle ebenfalls nicht…

Mittwoch? Keine Chance. Tagsüber Uni, abends Freunde und dazwischen war kalt Duschen das einzige, zu dem ich mich aufraffen konnte. Immerhin bin ich hier und da eine Haltestelle später eingestiegen und früher ausgestiegen, sodass ich dennoch auf gut 5.000 Schritte gekommen bin und habe mir die Zeit für ein paar Yogaeinheiten genommen – in meiner Wohnung ist es nämlich angenehm kühl geblieben. Auch Donnerstag lief es nicht gerade prickelnd, zu einem Spaziergang konnte ich mich nicht aufraffen, der Alltag hat trotzdem für über 5.000 Schritte gereicht. Und Freitag ging es nach Pogum. Mit im Gepäck neben den neuen Sportschuhen und passenden neuen Klamotten war auch meine total begeisterte und hochmotivierte Tante. Die 10.000 Schritte waren dann auch ganz schnell mal eben so erlaufen. Am Samstag war dann allerdings wieder nichts mit Laufen, stattdessen ging’s mit dem Rad hin und her, so lange bis ich leuchten rot und glühend heiß war – also bis mittags ungefähr 😂 Und gestern war die Luft raus. Mir tat alles weh, der Hintern vom Rad, der Rest vom Sonnenbrand, und auch bei den anderen war die Motivation alles andere als groß, da stand also nur noch der Rückweg an.

Insgesamt hat es letzte Woche damit für 53.210 Schritte gereicht, das ist ein Durchschnitt von 7.601 pro Tag und gar nicht so schlecht dafür, dass ich mich genau einmal tatsächlich dazu aufgerafft habe, einen Spaziergang zu machen nur um mehr Schritte zu sammeln. Das könnte diese Woche schwierig werden, denn vorerst heißt es für mich vor allem eins: Sonne meiden! Aber wenigstens 5.000 Schritte am Tag wären schon schön und wenn ich einfach nur ein paar Mal durch die fensterlosen Unigänge streife 😂

Ernährung

 © Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
Was soll ich sagen? Ich habe mir ja angewöhnt, mein Essen für die Woche sonntags zu planen. Montag ist mir dann aufgefallen, dass das vielleicht etwas doof war bzw. ich meinen Wiegetag dann auch auf Sonntags legen sollte. Denn geht das Gewicht runter, sinkt das WeightWatchers Punktebudget – was ja eigentlich, wenn man mal drüber nachdenkt, ja wirklich völlig logisch ist. Gut, war jetzt nur ein Punkt und den versuche ich eh immer übrig zu lassen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass vieles durch ungenaue Mengen- und Portionsangaben (wie viel ist denn bitte ein Esslöffel?! Und ich wiege ganz bestimmt weder meinen Smoothie noch das fertige Curry ab, nur damit ich drei exakt gleich große Portionen erhalte) eh schnell geschönt wird, aber mich hat es am Montag aus irgendeinem Grund erstmal tierisch genervt. Total unsinnig eigentlich, aber manchmal regt man sich halt gerade über die so unwichtigen Dinge am meisten auf. Und wenn man sie dann aufschreibt, dann merkt man erst so richtig, wie dämlich das eigentlich wirklich ist 😂

 © Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
Mein Essensplan ist dann auch schon beim Einkaufen gescheitert, denn es gab einfach nichts von dem, was ich auf meinen Einkaufszettel geschrieben hatte und ich war nachher so frustriert, dass ich überhaupt keine Lust mehr aufs Kochen hatte, Abendessen ist Montag also ausgefallen. Dienstagfrüh gab es Schokomüsli, das war schon mal kein guter Start in den Tag, weil ich trotz großer Portion danach ganz schnell wieder Hunger hatte. Dementsprechend verlief auch der restliche Dienstag und Mittwoch war genau so großartig. Donnerstagabend war ich dann „back on track“ und es gab super köstliche Surf’n’Turf Omlettewraps. Ich liebe jede Art von Krustentiergedöhns, Krabben, Krebse, Gambas, etc. pp. und irgendwie hatte ich zeitgleich Lust auf rotes Fleisch, also dachte ich mir, wenn die Kombi einen eigenen Namen hat, dann sollte ich sie vielleicht auf mal ausprobieren. Und ich muss sagen, die Omlettes gefüllt mit Steakstreifen, Garnelen, Mangodressing und Salat waren echt klasse. Und großartigerweise gab es in Ostfriesland ja direkt noch mehr Krustentiere!

 © Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
Denn wenn man schon ein Dorf besucht, auf dessen Hafenfest die Krabbenkutter um die Wette fahren, dann muss man natürlich auch mal Krabben essen und das habe ich dann auch. Zweimal sogar, einmal als Krabbenbrötchen (köstlich!) und einmal mit Rührei (ebenfalls großartig!). Zu letzterem gehören eigentlich entweder Schwarzbrot oder in diesem Fall Bratkartoffeln, auf die habe ich aber verzichtet, denn kurz vorher gab es bereits Pommes beim Fliegenden Holländer, der einzigen Kneipe im Dorf und mein Zufluchtsort vor der bösen Sonne – ich habe mich ein wenig wie die Dorfattraktion schlecht hin gefühlt und weiß jetzt, dass jeder ein anderes Milchprodukt für DAS Mittel gegen Sonnenbrand hält 😂 Die Pommes da sind allerdings echt klasse, an die Frikandel habe ich mich allerdings nicht herangewagt und werde das wohl auch in Zukunft nicht tun – seltsame schleimige Dinger… Auf der Rückfahrt gab es dann noch einen McFlurry, den ich mir auch hätte sparen können, ich sage einfach mal, das anhaltende Brennen des Sonnenbrands hat mich dazu verführt 😁

Fazit: -1,1kg

-3,3kg

 

 © Hannah Rautenberg
© Hannah Rautenberg
Oh juchee! Es ist wieder ein Kilo runter und das trotz der doch recht zügellosen Woche. Ganz oben auf meiner To-Do-Liste stehen übrigens „Kriseninterventionsmaßnahmen für Frust- und Chaostage/-wochen überlegen“ und „Herausfinden, wie man gesunde Ernährung auch im Urlaub beibehalten kann“, denn nächste Woche Freitag geht es nach Irland. Dass ich zum vorherigen Mittagessen mit meinem Brüderchen in der Düsseldorfer Altstadt verabredet bin, klingt jedenfalls erstmal nicht nach dem besten Vorzeichen, aber ich habe ja noch etwas Zeit, um mir zu überlegen, wie man das am Besten einplant 😁 Leider ist mein Essensplan für diese Woche noch reichlich uninspiriert, ich weiß nur, dass es zum Mittagessen Sandwichs geben wird. Und zum Frühstück Overnight Oats, weil was anderes zusammenbasteln, wenn ich um sechs aufstehen muss, das geht für gewöhnlich schief. Fehlt nur noch was fürs Abendessen! Naja, ich kann ja nachher nach der Uni nochmal Kochzeitschriften wälzen – die Lecker kenn ich ja schon lang, „deli“ und „In meiner Küche“ habe ich mir jetzt erstmals geholt und zumindest die „deli“ gefällt mir richtig gut.

Wie macht ihr das mit dem Essen im Urlaub? So nach dem Motto „Wenn keine Waage da ist, ist auch egal was ich esse“ oder denkt ihr schon am ersten Urlaubstag mit Grauen an die Pfunde, die ihr nachher mitzurückbringen werdet? Oder schafft ihr es, gar keine zusätzlichen Pfunde anzusetzen? Außerdem würde ich mich mal interessieren, ob ihr Kochzeitschriften lest und falls ja, ob ihr bestimmte empfehlen könnt ☺

Angekommen © Hannah Rautenberg
Angekommen © Hannah Rautenberg
Nochmal Kind sein © Hannah Rautenberg
Kindheitserinnerungen © Hannah Rautenberg
Beachfeeling am Stranddeck © Hannah Rautenberg
Beachfeeling am Stranddeck © Hannah Rautenberg
Verlorene Flügelchen? © Hannah Rautenberg
Verlorene Flügelchen? © Hannah Rautenberg
Mond überm Kemnader See © Hannah Rautenberg
Sonnenuntergang überm Kemnader See © Hannah Rautenberg
Schafe am Deich  © Hannah Rautenberg
Schafe am Deich © Hannah Rautenberg
Watt vor der Bohrinsel © Hannah Rautenberg
Watt vor der Bohrinsel © Hannah Rautenberg
Vor dem Sonnenbrand © Hannah Rautenberg
Vor dem Sonnenbrand © Hannah Rautenberg
Krabbenkutterkorso © Ute Hink
Krabbenkutterkorso © Ute Hink
Schiffe im Hafen © Hannah Rautenberg
Schiffe im Hafen © Hannah Rautenberg

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Projekt Wunschgewicht Woche 2: Punkte, Schritte und Schäfchen zählen”

  1. Erst einmal: Gratulation zur weiteren Abnahme! Ein Kilo innerhalb einer Woche ist eine gute Sache! 🙂

    Ach ja… der liebe Urlaub. Ich glaube, es gibt beim Abnehmen keine größere Herausforderung. Ich hatte jetzt selber zwei Wochen frei (wenn auch nur zu Hause) und es ist einfach schwer, sich an seine eigenen Pläne zu halten. Die beste Strategie ist wohl: soweit zusammen reißen, wie es geht, sicher aber nichts verbieten – vor allem nicht, wenn man auch noch im Ausland ist und die regionalen Spezialitäten versuchen will.

    Ich glaube übrigens, dass ich (trotz Langeweile-Fressen und zu viel Zeit) nicht zugenommen habe. Genau kann ichs nicht sagen, weil ich letzte Woche meine Waage kaputt geschmissen habe, aber die Tage vorher ging es nicht rauf.. Also toi, toi, toi 😉

    An Zeitschriften lese ich nur die „Lecker“. Und jedes Mal, wenn sie im Briefkasten liegt, nehme ich mir vor, sie endlich mal zu kündigen, weil einfach zu wenig nach meinem Geschmack darin ist. Ich bin einfach zu krüsch 😉

    Liebe Grüße
    Sas

  2. Herzlichen Glückwunsch zum weiteren verlorenen Kilo. Die „hochmotivierte und begeisterte Tante“ hat stattdessen am Ostfriesland-Wochenende 1 Kilo zugenommen. Die zusätzlichen Urlaubs-Kilos sind bei mir auch immer wieder das Thema. Am besten hilft eigentlich im Urlaub- da man ja meist mehr und/oder anders isst- zusätzliche Bewegung. Vor allem morgens vor dem Frühstück eine Runde walken/spazieren hat bei mir ganz gute Effekte und macht sogar richtig Spaß. Was auch ganz gut ist, wie du es ja auch in Ostfriesland gemacht hast, beim Abendessen die Kartoffeln/Brot/Nudeln wegzulassen.Weiterhin viel Erfolg bei der Gewichtsabnahme. LG. Trully

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