Montagsfrage #7

Hat sich dein Leseverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung verändert?

Nicht wirklich. Ich war schon immer eher ein ungeduldiger Leser und noch nie ein großer Fan von Büchern, die mich nicht von Anfang an fesseln. Und gleichzeitig gebe ich ihnen heute wie früher in den meisten Fällen trotzdem eine Chance, schließlich können auch Bücher mit Anfängen, die einen nicht sofort mitreißen, ausgesprochen gut sein.

Okay, ich habe mit den Jahren angefangen immer mehr trashige Urban Fantasy und Romance Stories mit 200-300 Seiten zu lesen, aber das sind Sachen, die ich in Unifreistunden mal eben so weglesen kann. Und sie haben die gehaltvolleren, dickeren Wälzer definitiv nicht von meiner Leseliste verdrängt, denn ich liebe dicke Bücher! Ich gebe zwar gerne zu, dass sich mein Leseverhalten im Bereich Fantasy mit den Jahren von High Fantasy eher Richtung Urban Fantasy verschoben hat, aber auch da liebe ich Bücher über 500 Seiten und auch mit 1000 Seiten habe ich überhaupt kein Problem, genau so wenig wie mit hoch komplexen Fantasy Epen. Wenn sie mich wirklich fesseln können, dann lese ich auch sowas einfach innerhalb kürzester Zeit weg.

Wichtig ist halt, dass mich ein Buch fesseln kann. Dann kriege ich auch solange nichts mehr von der Außenwelt mit, bis ich mit der Geschichte durch bin. Manchmal klappt das von Anfang an, manchmal lese ich schon seit über einer Woche immer mal ein paar Seiten, bevor es mich packt. Aber es passiert wirklich selten, dass ich Bücher beiseite lege, weil sie mir nicht gefallen. Und ich suche mir meine Bücher auch nicht nach der Seitenanzahl aus, sondern danach, ob der Inhalt interessant klingt. Und das ist halt bei High Fantasy, dem Bereich, in dem ich früher am häufigsten auf 500+ Seiten Bücher gestoßen bin, einfach häufig nicht mehr der Fall, weil ich irgendwann die Nase voll hatte von seitenlangen Kriegs- und Schlachtenbeschreibungen…

Veröffentlicht von Hannah (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Montagsfrage #7”

  1. Hi Hannah,

    ich habe bisher auch nur zwei Bücher abgebrochen, wovon eins ein Bibliobuch war, dass ich zurückgeben musste und seither nie wieder ausgeliehen habe. Ansonsten les ich mich tapfer und aufmerksam bis zum Ende durch. Allerdings liege ich thematisch als Querbeetleser selten komplett daneben. Dass ich heute weniger dicke Wälzer lese, liegt nicht an der Digitalisierung, sondern anderen Dingen. Und als schneckenlahme Leserin von überwiegend Reziexemplaren kommen Schinken an die 1000 Seiten bei Zeitmangel eher seltener in Betracht. Das würde einfach zu lange dauern.

    Mein Beitrag :o)

    Beste Lesegrüße
    FiktiveWelten

  2. Ich lese selten dicke Bücher, obwohl bei solchen Büchern manchmal die Seitenzahl täuscht – durch die große Schrift sind sie nicht sooooooo voller Inhalt. „Weglesen“ geht bei mir nicht – ich hangle mich von buch zu buch, obwohl ich zunehmend mehr kleine Bücher lese. E-Books haben vorteile XD

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