Interview mit P.J. Tracy

P.J. Tracy © privat

Und endlich, endlich gibt es wieder Interviews… Ja, ich gebe zu, was das angeht habe ich wirklich böse geschlampt, aber jetzt geht es endlich wieder weiter mit spannenden Autoren-Interviews! Als erste ist dabei P.J. Tracy an der Reihe und das Interview ist ausnahmsweise mal nicht von mir, sondern von Krimielse, die ja auch den letzten P.J. Tracy Roman, TODESNÄHE, rezensiert hat (*klick*).
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!

Über P.J. Tracy:
P.J. Tracy ist das Pseudonym eines Autorenteams aus Mutter und Tochter. Die ehemaligen Drehbuchautorinnen erzielten mit ihrem Krimidebüt “Spiel unter Freunden” einen internationalen Überraschungserfolg, der von Lesern und Kritikern mit Lob überhäuft wurde. Seitdem schreiben sie erfolgreich an ihrer Serie um das Monkeewrench-Team.

Interview mit P.J. Tracy

 

1. Patricia J. Lambrecht und Traci Lambrecht, im September erschien ihr neues Buch „Off The Grid“ (Todesnähe)? Die P. J. Tracy-Fans, zu denen ich mich auch zähle, haben mit Spannung auf ihr neues Buch gewartet. Wie kamen sie auf die Idee zu „Off The Grid“?

Wir wissen nie, wo die Ideen herkommen, aber generell versuchen wir uns aktuelle Trends anzuschauen und darüber nachzudenken, wie wir sie in etwas Düsteres verwandeln könnten. Die ganze Flash Mob Sache war so ein unschuldiges Phänomen als die Leute sich einfach nur trafen, um einen lustigen Tanz an einem öffentlichen Ort aufzuführen, aber als Autoren dachten wir darüber nach, was passieren würde, wenn man Flash Mobs für etwas sehr viel Düsteres nutzen würde? Ich denke alle unsere Geschichten fangen mit so einem „Was wäre wenn?“ an und entwickeln sich dann von diesem Punkt aus.

 

2. Wie kamen Sie beide auf die Figur „Grace MacBride“ und wieso hat sie so viel Schmerz und Angst erlitten? Und wie kamen sie ausgerechnet auf den Namen „Grace“, der ja eigentlich auch Gnade oder Mitleid bedeutet?

Ehrlich gesagt haben wir den Namen Grace MacBride rein zufällig ausgesucht und ihre düstere Vergangenheit ist etwas, das sich einfach so entwickelt hat als wir Monkeewrench schrieben. Wir kontrastieren gerne Hell und Dunkel und wir hatten noch nie einen so gequälten Charakter geschrieben. Uns gefiel außerdem das Mysterium, das sie zu dem Mix hinzu gegeben hat.

 

3. Und eines interessiert viele ihrer Fans natürlich auch: Grace und Harley, Annie und Roadrunner sind alles sehr individuelle Typen von Mensch, deren Freundschaft durch die starken Unterschiede im Charakter mitunter sehr seltsam anmuten mag für Menschen, die nur in Schwarz und Weiß denken. Wie sind die einzelnen Charaktere um Grace MacBride entstanden und wie viel von Patricia J. Lambrecht and Traci Lambrecht steckt in den Figuren, die in ihren Büchern mitspielen?

Charakterentwicklung ist einer unserer Lieblingsaspekte des Schreibens, daher war die Erschaffung der Monkeewrench Gang ein großer Spaß für uns – wir haben uns Figuren ausgedacht, die wir gerne kennen lernen würden und vermischten das mit Stücken von Menschen, die wir kennen oder mal getroffen haben. Von uns selbst enthalten die Figuren nicht viel, auch wenn wir sicherlich gerne Harleys Weinkeller hätten! Und Annies Kleiderschrank!

 

4. Haben Sie die Geschichten-Skripte für die Serie um die Monkeewrench-Crew bereits im Vorfeld alle entwickelt, oder entsteht ein Buch aus dem anderen heraus?

Monkeewrench war als alleinstehender Roman geschrieben – die Idee zu einer Serie wurde uns von unserem Verlag vorgeschlagen, daher ist jedes Buch für uns eine mysteriöse Reise und wir wissen nie, wo es uns hinführen wird.

 

5. Die Krimis Ihrer Monkeewrench-Reihe gehören zu dem spannendsten, was es im Krimibereich gibt. Werden nach dem Auslaufen der Reihe (was hoffentlich noch viele Jahre dauert ;-)) neue gemeinsame Krimis entstehen? Oder wird P.J. Tracy mit dem Ende der Monkeewrench-Ära und dem Abschied von Grace MacBride und ihren Freunden auch ihr Ende finden?

DAnke! Und wir arbeiten bereits am nächsten Monkeewrench-Roman – Nummer Sieben! Ich bezweifle, dass wir je aufhören werden zusammen zu arbeiten, weil wir es einfach so genießen gemeinsam zu schreiben. Schreiben ist normalerweise so eine einsame Angelegenheit und es ist schön einen Komplizen zu haben.

 

Vielen Dank für das Interview!
PJ und Tracy

Mehr Informationen zum Autorenduo P.J. Tracy und ihren Büchern findet ihr auf ihrer Homepage:

pjtracy.net

Alle, die das Interview nochmal im Original nachlesen wollen, können das hier tun:

Interview with P.J. Tracy on Anima Libri – Booksoul
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Interview mit P.J. Tracy”

  1. Auch hier hätte ich mir eine Coverabbildung direkt auf der Seite gewünscht – von sämtlichen Büchern der beiden (auch wenn ein Link zu einer Rezi vorhanden ist – ich habe Infos gerne auf einen Blick). Ansonsten – Mutter-Tochter-Bücher sind ja interessant – Vater-Sohn-Bücher vermutlich seltener.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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