Interview mit Alexandra Fröhlich + Gewinnspiel

Alexandra Fröhlich © Melanie Dreysse

Und natürlich gibt es auch diese Woche wieder ein neues Interview. Diesmal mit Autorin Alexandra Fröhlich, die mit „Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen“ eine köstlich-amüsante Romanze geschaffen hat (Rezi findet ihr hier: *KLICK*).
Auch dieses Mal gibt es wieder ein Gewinnspiel zum Interview.

Über Alexandra Fröhlich:
Alexandra Fröhlich ist Journalistin und Autorin. Sie arbeitet als freie Textchefin für verschiedene Frauenzeitschriften. Sie entwickelte in Kiew ein neues Frauenmagazin. Alexandra Fröhlich ist ihrem russischen Ex in ebenso inniger wie wechselnder Zu- und Abneigung verbunden und lebt mit ihren drei Söhnen in Hamburg.

Interview mit Alexandra Fröhlich

 

Frau Fröhlich, herzlich Willkommen hier auf Anima Libri – Buchseele.

 

Es gibt zwei sozusagen obligatorische Fragen, die ich gerne jedem Autor zuerst stelle. Die erste wäre: Warum, und wie, sind Sie Autorin geworden?

Das klingt jetzt fast ein bisschen klischeehaft, aber es ist tatsächlich so: Geschichten schreiben wollte ich schon als Kind. Meine Eltern fanden aber, dass die Schriftstellerei ja eher eine brotlose Kunst ist und rieten mir daher zum Journalismus. Also bin ich erst einmal Journalistin geworden – und später dann Buchautorin.

 

Und die Zweite: Wie sieht ein normaler Arbeitstag als Autor für Sie aus?

Wirklich ganz normal: Ich setze mich morgens an den Schreibtisch und arbeite, nach ein paar Stunden mache ich artig eine Mittagspause und dann arbeite ich weiter. Ich muss da ganz streng mit mir sein, weil ich vom Naturell her eher zur Schlamperei und zum Laissez-faire neige und ohne eine gewisse Disziplin nichts auf den Schirm bekomme.

 

Sie arbeiten ja nicht nur als Autorin, sondern sind auch ziemlich erfolgreich als Journalistin tätig. Ziehen Sie manchmal ihre Inspiration als Autorin aus Ihrer Arbeit als Journalistin? Woher holen Sie sich Ihre Inspiration sonst so?

Den ersten Teil Ihrer Frage kann ich ganz klar verneinen. Ansonsten finde ich, dass das Leben an sich eine ganz wunderbare Inspiration ist.

 

Sie scheinen eine gewisse Faszination für Russland zu hegen. Woher kommt das?

Das habe ich mich auch schon oft gefragt, kann es aber gar nicht abschließend beantworten. Da ist einfach ein gewisses Sehnen in der Brust … Ich glaube, mir geht es wie vielen Deutschen, die von Russland fasziniert sind: diese unendliche Weite! Die Mentalität der Menschen. Die Sprache. Die Kälte der Winter. Die Tiefe der Seen. Die Größe der Flüsse. Das ist alles so fremd – und genau deshalb so spannend und anziehend.

 

Wie würden Sie Ihren Roman MEINE RUSSISCHE SCHWIEGERMUTTER UND ANDERE KATASTROPHEN für all jene Leser, die ihn nicht kennen, in drei Worten beschreiben?

„Lustig, nicht böse.“ Und allen, die damit nichts anfangen können, rate ich: „Lesen Sie selbst!“

 

Sie selbst haben einen russischen Ex, wie es in der Biographie, die der Droemer Knaur Verlag von Ihnen veröffentlicht hat, so schön heißt. In wie weit sind Paulas Erlebnisse in MEINE RUSSISCHE SCHWIEGERMUTTER an Ihre eigenen Erfahrungen angelehnt? Enthält Ihr Roman vielleicht auch ein wenig autobiographisches Material?

Die Geschichten in der RUSSISCHEN SCHWIEGERMUTTER sind tatsächlich alle ausgedacht und frei erfunden. Aber natürlich kann sich kein Autor von seinem Leben und seinen Erfahrungen so frei machen, dass es nicht auch ein wenig seine Arbeit beeinflusst.

 

Arbeiten Sie derzeit an weiteren Roman-Projekten? Mit was werden Ihre Leser 2013/2014 von Ihnen rechnen können?

Es wird auf alle Fälle eine Fortsetzung von der RUSSISCHEN SCHWIEGERMUTTER geben, die Anfang 2014 erscheint. Zur Zeit schreibe ich schon fleißig daran. Wie es mit Paula, Artjom und der angeheirateten Verwandtschaft weitergeht, wird natürlich noch nicht verraten … Nur so viel: Es wird sehr rasant, sehr dramatisch – und saukomisch.

 

Und eine Frage, die ich mir gerade persönlich stelle (und die eigentlich so gar nichts mit diesem Interview zu tun hat): Nervt Sie Ihr Nachname manchmal? Waren Sie schon einmal in Situationen, in denen Sie sich gewünscht hätten, nicht Frau Fröhlich zu sein, z.B. weil aufgrund Ihres Namens eine gute Laune von Ihnen erwartet wurde, die Sie zu dem Zeitpunkt einfach nicht hatten?

Genervt hat mich mein Nachname eigentlich noch nie. Im Gegenteil: Ich bin sehr dankbar, dass ich so heiße, wie ich heiße. Wenn ich mich irgendwo mit einem schmetternden „Fröhlich!“ melde oder vorstelle, habe ich immer das Gefühl, dass die Menschen automatisch gute Laune bekommen. Und das finde ich ganz prima!

 

Vielen Dank, Frau Fröhlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen zu beantworten!


Wie bereits gesagt, es gibt auch zu diesem Interview wieder ein Gewinnspiel. Gewinnen könnt ihr eine signierte Ausgabe von MEINE RUSSISCHE SCHWIEGERMUTTER UND ANDERE KATASTROPHEN von Alexandra Fröhlich:

Gewinn Meine russische SchwiegermutterMeine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen signiert

Und das Buch geht an: Nickel

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

30 Kommentare zu “Interview mit Alexandra Fröhlich + Gewinnspiel”

  1. Hallo,

    Das ist bestimmt ein tolles Buch. Es ist ein Interessantes Interview, Vielen Dank.

    Nun versuch ich mein Glück beim Gewinnspiel 🙂

    LG und ein schönes Wochenende Manu2106

  2. Ich hüpfe gerne in Deinen Lostopf, um dieses Buch bin ich schon öfter drum herum geschlichen :-))

    LG KleinerVampir

  3. Hey, wie schon vorher beschrieben finde ich den Inhalt dieses Buches sehr interessant und bin gespannt, was auf die Personen zukommt und wie sie die Situation meistern werden!

    Liebste Grüße!

  4. Die Autorin scheint eine fröhliche Person zu sein. Es hat Freude gemacht das Interview zu lesen. Sicher ist das Buch genauso amüsant zu lesen.

  5. Ich habe euren Blog gerade erst entdeckt. 🙂 Kommt gleich in meine Blogroll. Mit dem Buch liebäugle ich ja schon länger, deshalb möchte ich sehr gerne in den Lostopf hüpfen.

  6. Hallo,
    dieses Buch ist mir schon sehr oft in die Hände gefallen. Als erstes fällt einem direkt das Cover auf und man denkt ohne den Titel gelesen zu haben an Russland.
    Ich würde dieses Buch gerne gewinnen, und denke mir, das lesen wird mir bestimmt eine Freude sein 🙂

  7. Wirklich interessantes Interview!
    Mir ist das Buch schon vor einiger Zeit sofort durch das Cover und den Titel aufgefallen. Würde es wirklich gern lesen 🙂

  8. Ein Buch, das mir schon von der Thematik gefällt und das mir bereits mehrfach begegnet ist. Scheint ganz genau in mein Beuteschema zu passen – kurzweilige und humorvolle Unterhaltung.

    LG,

    Heidi, die Cappuccino-Mama

  9. Das Cover sieht einfach süß aus. Obwohl ich noch nie etwas von der Autorin gelesen habe, würde ich dieses Buch in der Buchhandlung sofort in die Hand nehmen.

  10. Auch dieses Interview hat mir gefallen.

    Vor allem die beiden Passagen:

    Wie würden Sie Ihren Roman MEINE RUSSISCHE SCHWIEGERMUTTER
    UND ANDERE KATASTROPHEN für all jene Leser, die ihn nicht kennen, in
    drei Worten beschreiben?

    „Lustig, nicht böse.“ Und allen, die damit nichts anfangen können, rate ich: „Lesen Sie selbst!“

    Und eine Frage, die ich mir gerade persönlich stelle (und die
    eigentlich so gar nichts mit diesem Interview zu tun hat): Nervt Sie
    Ihr Nachname manchmal? Waren Sie schon einmal in Situationen, in denen
    Sie sich gewünscht hätten, nicht Frau Fröhlich zu sein, z.B. weil
    aufgrund Ihres Namens eine gute Laune von Ihnen erwartet wurde, die Sie
    zu dem Zeitpunkt einfach nicht hatten?

    Genervt hat mich mein Nachname eigentlich noch nie. Im Gegenteil: Ich
    bin sehr dankbar, dass ich so heiße, wie ich heiße. Wenn ich mich
    irgendwo mit einem schmetternden „Fröhlich!“ melde oder vorstelle, habe
    ich immer das Gefühl, dass die Menschen automatisch gute Laune bekommen.
    Und das finde ich ganz prima!

    Ich werde diese Woche mit „Widerspruch zwecklos oder Wie man eine polnische Mutter überlebt“ fertig sein und da würde dieses Buch anschließend bestimmt gut passen 😉

  11. Das klingt wirklich toll! Ich bin ziemlich neugierig auf das Buch. Interkulturalität und Internationalität finde ich überhaupt sehr spannend, genauso wie diese typisch zwischenmenschlichen Beziehungen. Wohl ein Grund, warum Soziologie perfekt für mich zu studieren ist ^^

  12. Ich habe von dem Buch schon viel gehört und würde es wahnsinnig gerne lesen. Das Cover springt mich auch total an und der Inhalt scheint echt lustig zu sein. Deswegen würde ich es auch gerne lesen.

  13. Hallo!
    Das Buch steht schon lange auf meiner Liste von Büchern, die ich so gerne mal lesen möchte.
    Vielleicht hilft mir die Verlosung ja dabei, das zu erreichen.
    LG!

  14. Also ich finde den Nachnamen „Fröhlich“ auch so was von klasse! Wenn man
    dann noch so eine lebensbejahende und positive Ausstrahlung hat, wie es
    hier bei Alexandra Fröhlich der Fall ist, dann passt das einfach
    wunderbar. “Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen”
    lacht mich jetzt schon ein ganzes Weilchen im Netz und im Buchladen an, vor allem weil ich mich
    immer gern von einem ungewöhnlichen Cover zum Lesen verführen lasse! Ich
    würde es wahnsinnig gern lesen und versuche hier mein Glück 🙂

  15. Auch hier nochmal: VIELEN LIEBEN DANK! Ich habe mich wirklich riesig gefreut und bin wirklich schon sehr gespannt auf das Buch 🙂 Meine Rezension schreibe ich dann auf Lovelybooks, denn dort habe ich ja auch vom Gewinnspiel erfahren 😉

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: